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Hannah Becker erlebte nach dem Essen immer stärkere Schuldgefühle und aß immer weniger.

Und das war plötzlich da, dieses Schuldgefühl oder hat sich das eingeschlichen?
Ich glaube, je weniger ich gegessen habe, desto schlimmer ist es dann geworden nach dem Essen. Also das Gefühl ist schon gewachsen in dem, wie schlimm es ist.
Also das war am Anfang, also ich weiß auch schon, dass ich angefangen habe, mir halt das Naschen zu verbieten. Also so, das macht man ja einfach, dass, wenn man halt kocht oder keine Ahnung, dass man halt schon währenddessen irgendwie was nascht. Oder wenn man wo ist und dann sagt jemand: „Hey, magst du ein Stück Schokolade?“ Dann sage ich halt: „Klar will ich ein Stück Schokolade.“ Und ob jetzt Nachtischzeit ist oder ob ich heute schon eine Tafel Schokolade gegessen habe, hat überhaupt keine Relevanz früher für mich gehabt, wirklich. Und da hat es halt angefangen, dass ich dann gedacht habe: Mh nein, das lasse ich jetzt lieber mal bleiben und ich bleibe schön bei meinen Mahlzeiten. Aber ja, das Gefühl ist dann immer, immer schlimmer geworden. Also das hat sich echt sau gesteigert. Eben so, dass ich schlussendlich dann, wenn ich ein Stück Apfel mehr, als ich eigentlich essen wollte, gegessen habe, dass es dann schon die Hölle war und dass ich mir dachte: Hey, das geht gar nicht klar. Und jetzt muss ich morgen noch weniger essen und so.

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