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Für Katharina Wagner war es zunächst wichtig zu lernen, dass sie und ihre Gesundheit es wert sind, dafür Geld auszugeben.

Das war ein großer Schritt für mich, gerade wegen dem Geld. Und in der Schweiz ist ja Krankenkasse generell, sagt man, teurer. Wenn man es umrechnet, also, ist es ähnlich wie Deutschland, aber natürlich, wenn man dann Krankenkassenbeitrag hat, man muss trotzdem selber bezahlen. Was auch für manche nicht wenig ist. Ich kann es mir gut leisten, dadurch dass ich so sparsam lebe. Und ich musste auch lernen, ich gebe das Geld jetzt mal für mich aus. Ich brauche das.
Das war erstmal überhaupt ein Schritt. Das kam aus einer Beziehungskrise heraus, wo auch mein Freund gesagt hat: „Also so, wie es jetzt läuft, geht es in die falsche Richtung. Dir muss bewusst sein, dass du was ändern musst.“ Und der unterstützt mich in allem, aber da war es wirklich auch der Schritt, du musst eine Therapie anfangen. Beziehungsweise du musst lernen, das selber zu wollen. Er hat mich nicht gezwungen, sondern er hat mir nur gesagt: „Hör in dich rein, ob du das selber nicht auch willst.“
Und mir einzugestehen: Ja, das Geld ist mir jetzt mal egal, ich fange jetzt eine Therapie an. Und habe dann einen höheren Krankenkassenbeitrag gewählt. Dafür wird mir aber auch mehr übernommen. Und das ist jetzt auch kein Problem mehr für mich. Im Gegenteil. Ich achte viel mehr auf mich und lasse auch die Blutwerte analysieren. Und wenn irgendwas komisch ist, dann gehe ich zum Arzt.
Das war vorher anders?
Mhm.

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