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Petra Kessler sagt, dass die Selbsthilfegruppe für sie nicht das Richtige war.

Sie haben von der Selbsthilfegruppe gesprochen, dass Sie da mal waren. Mögen Sie dazu noch ein bisschen erzählen?
Das war halt nicht meins. Vielleicht wäre es heute anders, aber damals war es einfach so, dass ich da reingekommen bin und mich nicht getraut habe, was zu sagen. Und die Situation wurde von Mal zu Mal dann extremer. Dass ich einfach das Gefühl hatte, alle erwarten das von einem und ja, das war einfach eine totale Anspannung. Und ich habe mich so ausgegrenzt gefühlt. Die haben sich zum Teil umarmt, die kannten sich und ich stand da so blöd da und habe versucht, irgendwie Kontakt zu kriegen und habe es aber auch nicht hingekriegt.
Wobei ich es auch toll fand, weil ich da zum ersten Mal dann auch gehört habe, es gibt auch andere Leute, die so blöd denken wie ich. Das habe ich ja früher gar nicht gewusst. Also insofern war das für mich ganz wichtig. Aber ich kam da halt gleich wieder in diese Außenseiterposition. Ich habe ja immer das Gefühl, in meiner Familie oder irgendwo anders, dass da kein Platz für mich ist. Das ist vielleicht auch so kennzeichnend für meine Erkrankung, dass mich niemand leiden kann, dass da einfach kein Raum für mich ist

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