Die Erfahrungen von Elisabeth Krug
Elisabeth Krug ist zum Zeitpunkt des Interviews 80 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann zusammen. Im April 2023 wurde bei ihr eine Probe eines auffälligen Leberflecks in der Leiste ins Labor geschickt, ohne Befund. Ungefähr ein Jahr später wies der Fleck eine andere Struktur auf und es wurde ein malignes Melanom festgestellt. Zuvor hatte Elisabeth Krug bereits Darmkrebs sowie eine Lungenerkrankung. Elisabeth Krug wurde aufgrund der Aggressivität des Hauttumors und eines Wächterlymphknotens mehrere Male operiert. Durch eine gezielte Immuntherapie empfindet Elisabeth Krug aktuell eine gute Lebensqualität und hofft, dass sie zukünftig mal wieder kleine Ausflüge mit ihrer Familie machen kann, für deren Unterstützung sie sehr dankbar ist.
Elisabeth Krug hatte seit längerer Zeit einen Leberfleck in der Leiste, der sich veränderte. Eine Biopsie im April 2023 ergab keinen Befund. Etwa ein Jahr später, nachdem sich die Struktur des Fleckes weiter veränderte, suchte Elisabeth Krug erneut ihre Hautärztin auf und es wurde ein malignes Melanom festgestellt und herausoperiert. Ein Wächterlymphknoten wurde ebenfalls operativ entfernt. Im Anschluss bekam sie Tabletten, unter deren Einnahme sie starkes Fieber bekam. Daher wurde eine moderne Immuntherapie gestartet, unter der Elisabeth Krug sich zum Zeitpunkt des Interviews besser fühlt. Sie bekommt alle sechs Wochen eine Infusion, hat stark abgenommen und ist sehr hautempfindlich, aber erleichtert, dass sie wieder etwas selbstständiger im Alltag ist und ihren Mann entlasten kann.
Aufgrund ihrer empfindlichen Haut meidet Elisabeth Krug den direkten Sonnenkontakt und achtet sehr auf Sonnenschutz. Dadurch sowie durch weitere Erkrankungen im Alter empfindet sie eine Einschränkung sozialer Kontakte und Treffen. Ausflüge und Reisen fehlen Elisabeth Krug dementsprechend sehr. Sie wünscht sich, dass es in der Zukunft nochmal eine Gelegenheit hierfür gibt, wenn ihr Mann und sie sich soweit wohl damit fühlen. Ihr Sohn und seine Freundin sind wichtige Bezugspersonen, auf die sie zählen kann sowie genießt sie es, Freundinnen zu treffen oder sich per Telefonen mit Freundinnen auszutauschen, die weiter weg wohnen.
Elisabeth Krug sagt, dass sie noch auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe in der Nähe ihres Wohnortes ist, die sie gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann, da sie ungern irgendwo digital teilnehmen möchte. Denn sie schätzt den persönlichen Austausch, den sie auch mit ihrem nahen Umfeld hat, möchte aber insbesondere über psychische Belastungen und Verstimmungen infolge der Erkrankung nicht immer mit ihrem Mann und ihrem Sohn sprechen. Elisabeth Krug hat sich innerhalb ihrer Versorgung immer gut aufgeklärt und informiert gefühlt. Sie war sehr dankbar, wenn sich Ärzt*innen Zeit für sie genommen haben und möchte durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen, dass der Hautkrebs fernbleibt.
Das Interview wurde im August 2024 geführt.
Alle Interviewausschnitte von Elisabeth Krug
Elisabeth Krug meidet die Sonne fast vollständig.
Elisabeth Krugs Mann hat ihr das Frühstück zubereitet, als sie keine Kraft hatte.
Elisabeth Krug fand im Krankenhaus alle Ärzt*innen super.
Elisabeth Krug machte sich große Sorgen um ihren Mann.
Elisabeth Krug bedeutet es viel, dass sie sich auf ihren Sohn verlassen kann.
Elisabeth Krug gaben die Kontrolluntersuchungen Hoffnung.
Elisabeth Krugs Narbe ist gut verheilt.
Elisabeth Krug redet nicht gerne über ihre Krebserkrankung.
Elisabeth Krug hat keine Selbsthilfegruppe in der Nähe ihres Wohnortes gefunden.
