Die Erfahrungen von Manfred Drescher

Portrait Manfred Drescher ist zum Zeitpunkt des Interviews 73 Jahre alt, alleinlebend und in Rente. Nachdem er 2023 an seinem Rücken einen auffälligen rötlich-braunen Fleck entdeckte, suchte er einen Hautarzt auf. Der Fleck wurde im August 2023 entfernt und als Basalzellkarzinom diagnostiziert. Ungefähr ein Jahr später im September 2024 wurde ein weiteres Basalzellkarzinom am Rücken entfernt. Manfred Drescher hat bis auf Juckreiz keine starken Beeinträchtigungen empfunden. 2017 erhielt er bereits eine Darmkrebsdiagnose, in dessen Folge er im Vergleich zum Hautkrebs größere Einschränkungen und Folgen erlebte. Nach einer Leisten-OP ist Manfred Drescher im Alltag durch gesundheitliche Beschwerden wiederkehrend beeinträchtigt, weshalb er häufig in Kontakt mit Ärzt*innen ist. Bisher konnte ihm gegen seine Probleme und unspezifischen Schmerzen niemand helfen, aber er setzt zum Zeitpunkt des Interviews Hoffnung in eine begonnene osteopathische Behandlung.

Manfred Drescher nahm 2023 rötliche Flecken an seinem Rücken wahr. Er dachte zunächst, dass es Leberflecke sind, aber als sie verschorft schienen, suchte er einen Hautarzt auf. Dieser stellte die Diagnose Basalzellkarzinom und ließ diese Hautstelle durch einen Chirurgen entfernen. Er empfand diese Diagnose als weniger belastend als seine Darmkrebsdiagnose im Jahr 2017. Zudem hat er keine Schmerzen oder Folgebeschwerden im Kontext des Hautkrebses wahrgenommen und betrachtete diesen als etwas, was man gut in den Begriff bekommen kann. Im Rahmen der Nachsorge wurde ein Jahr später im September 2024 ein weiteres Basalzellkarzinom entdeckt und entfernt, was Manfred Drescher ebenso als wenig einschränkend empfand. Vielmehr empfindet er zum Zeitpunkt des Interviews andere gesundheitliche Beschwerde wie diffuse Schmerzen und Gelenkprobleme als Belastung im Alltag.

Manfred Drescher hat bis zur Rente im Jahr 2017 selbstständig als Sportlehrer und Trainer gearbeitet und war auch in seiner Freizeit sportlich aktiv. Aufgrund der zunehmenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kann er der Bewegung jedoch nicht mehr so nachgehen, wie er sich dies wünscht. Insbesondere sein Hobby Volleyball spielen fehlt ihm demnach sehr. Manfred Drescher hat bereits verschiede Ärzt*innen aufgesucht, aber bisher konnten seine Beschwerden keinen konkreten Diagnosen zugeordnet und daher nicht behandelt werden. Er empfand viele Wartezeiten in diversen Kontexten der Gesundheitsversorgung als sehr lange, versucht aber weiter mithilfe seiner ausgeprägten Eigeninitiative und Nachhaken beim Fachpersonal an die richtige Behandlung zu gelangen.

Manfred Drescher sagt, dass er früher ein Sonnenanbeter war, aber seit der Hautkrebsdiagnose kaum noch in die Sonne geht. Den Darmkrebs hat er in seiner Familie kommuniziert, um sie zur Vorsorge zu animieren. Da diese hier wenig Interesse zeigte, hat er die Hautkrebsdiagnose wiederum nicht zum Thema gemacht und auch darüber hinaus ist der Hautkrebs ansonsten in seinem sozialen Umfeld kaum Thema. Lediglich mit einem Nachbarn, der eine ähnliche Diagnose hatte, hat er sich ein wenig ausgetauscht und die beiden haben sich nach der Operation gegenseitig beim Pflasterwechsel geholfen, denn Manfred Drescher kam selbst schwer an die betroffene Stelle an seinem Rücken. Manfred Drescher sagt, dass er seinen Alltag je nach Beschwerden sehr unterschiedlich empfindet: Manche Tage sind gut, manche weniger. Hoffnung setzt er zum Zeitpunkt des Interviews in eine osteopathische Behandlung bzw. darin, doch noch eine medizinische Einrichtung zu finden, die einen fundierten Ansatz zur Behandlung seiner Beschwerden hat.

Das Interview wurde im August 2025 geführt.


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