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Ana Schulze wollte keine Krankengeschichten hören. Sie verbrachte in der Reha viel Zeit mit Lesen.

Wenn ich im Krankenhaus mit jemandem liege, dann redet man darüber: Aber wenn ich gesund werden will, dann will ich über das Gesundwerden reden und nicht über meine Krankheitsgeschichte. Dann will ich darüber reden: Was mache ich für Fortschritte? Wie geht es mir? Und nicht: Ach Gott, ich muss ja schon wieder Tabletten nehmen. Sondern: Ich kann jetzt 20 Schritte mehr laufen als vorher. Oder: Was mache ich heute Nachmittag, wenn keine Therapien sind? Hast du Lust, in die Stadt zu gehen und ein Eis zu essen?
Und so etwas kam aber nicht.
Nein. Oder: Was liest du? Oder: Was machst du sonst noch? Oder: Was machst du auf der Arbeit? Oder Was machst du sonst noch zu Hause? Werkelst du im Garten oder strickst du oder gehst du klettern? So etwas halt.
[...] Ich habe viel gelesen in der Zeit. Ich habe meine Stapel dabeigehabt. Für den zweiten Aufenthalt habe ich mir sogar dann ein Tablet gekauft, damit ich das da über die Online-Ausleihe machen kann. Da habe ich mir ganz viele Bücher immerzu ausgeliehen hier in [Stadt].
Über Bücher konnte man mit denen nicht reden, über Lesen oder so etwas.
Und Sie haben dann für sich auf dem Zimmer oder im Park gelesen.
Ja. Im Zimmer oder in der Cafeteria oder so. Da kann man ja auch sitzen und lesen und Kaffee trinken, ist man unter Leuten. Man muss ja nicht auf dem Zimmer sitzen. Man kann ja auch unter Leuten sein. Und als schönes Wetter war, dann im Sommer, habe ich auch draußen gesessen. Da gibt es ja auch Plätze. Oder auf dem Balkon. Da kann man schön sitzen. Im Café sitzen da unten oder draußen sitzen, das ist immer ganz schön. Da gibt es ja genügend Bänke.

Orthopädische Rehas nach Bandscheiben- und Hüft-OPs

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