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Heike Tschirner wurde in der Reha nahegelegt, eine Rente zu beantragen. Für die Berentung hatte sie ein sehr unangenehmes Gespräch mit einem Gutachter.

Mit welcher Einrichtung im Hintergrund ist denn die Berentung ein Thema geworden? Dass man also beschlossen hat: Das läuft jetzt in die Richtung. War das im Zusammenhang mit der Reha?
Na, da war der Krebs da und die psychische Erkrankung damals. Das war, letztendlich war die psychische Erkrankung der Auslöser für den Reha-Antrag. Und der Krebs kam da noch oben drauf. Also die zwei Sachen gemeinsam haben die Ärzte entscheiden lassen, dass es jetzt vernünftiger wäre, wenn ich in Rente gehe. Und dann wurde der Antrag gemacht. Dann habe ich erst die Rente auf ein Jahr, glaube ich, war das, gekriegt. Da gab es ein Gutachten und dann nach einem Jahr gab es noch mal ein Gutachten. Und dann war ich auf Dauer berentet und dann kamen aber auch gleich die Metastasen. Das war mit dem Gutachter nicht so wunderschön, aber ansonsten war das auch eigentlich kein Problem.
Und die Gutachter werden von der Rentenversicherung ausgewählt?
Ja. Da kriege ich von der Rentenversicherung ein Schreiben zu, an welchem Tag ich bei welchem Gutachter zu erscheinen habe. Und der Erste, das war alles ganz okay. Und der Zweite hat mich innerhalb von fünf Minuten psychisch komplett zerlegt. Da saß ich zitternd und heulend auf dem Stuhl. Und ich bin auch so zitternd und heulend wieder da raus. Und man hat mir hinterher erklärt, das wäre so eine Art von manchen Psychiatern, Neurologen, Psychologen eine Art Belastungstest zu machen, den ich ja offensichtlich da überhaupt nicht bestanden habe. Aber das war eine harte Nummer, war eine ganz harte Nummer. Und im Nachhinein war ich wahnsinnig erschrocken, wie schnell es einem wildfremden Menschen gelungen ist, mich psychisch so auseinanderzunehmen, mit fünf, sechs Sätzen. Der war Hardcore, war Psychotherapeut. Also er hat andere Patienten, die er therapiert.

Rehas bei Depression und nach Brustkrebs

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