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Julia Bach wollte in den letzten Tagen gar nicht mehr nach Hause und hatte Angst vor der Rückkehr von Null auf Hundert.

Irgendwann war ja das Ende der Reha in Sicht. Können Sie sich noch erinnern, wie das war, als Ihnen in der Reha so klar geworden ist: Oh, jetzt ist es dann bald vorbei?
Ja, ich kann mich noch gut daran erinnern. Denn es war ziemlich schwierig für mich. Gerade so die letzten Tage kamen bei mir richtig viele Ängste hoch, weil ich eigentlich gar nicht mehr nach Hause wollte. Ich hatte Angst, denn die ganzen Themen waren so präsent und jetzt sind die alle hier oben in meinem Kopf. Aber in der Reha ist immer jemand da, wenn es hoch kommt. Da bin ich nicht alleine. Und ich kam dann nach Hause und war auch ein bisschen unglücklich, weil ich zu Hause dann das Wochenende hatte und dann ging es direkt los mit meinem Studium.
Das heißt, ich hatte nicht die Zeit, das noch mal nachwirken zu lassen. Sondern es war dann gleich ein Start von Null auf Hundert. Und das hat mir auf einmal viel Angst gemacht, wie das zu Hause wird, wenn ich auf einmal wieder mit dem allem alleine bin. Und das ist dann tatsächlich so eingetreten, dass es wirklich sehr, sehr schwierig war.
[...]
Was mir geholfen hat, war ein Gespräch mit einer Pflegerin, worin es auch um meine Ängste ging, dass ich viele Ängste habe und auch wie man mit Ängsten umgeht. Also dass Ängste per se nichts Schlechtes sind, sondern dass sie mich ja auch auf etwas aufmerksam machen. Sie hat mir den Vorschlag gemacht, dass es helfen kann, die Ängste zu benennen, ihnen Namen zu geben und dann kann ich damit auch anders umgehen.

Psychosomatische Reha bei gynäkologischen Beschwerden

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