Kira Schneider empfand große Schuld gegenüber ihren Kolleg*innen, die sie vermutlich ansteckte. Sie kontaktierte ihre Kolleg*innen telefonisch und dies nahm ihr die Sorge.

Kira Schneider: Ich glaube, die größte Schuld hatte ich meinen Arbeitskollegen gegenüber, die ich angesteckt habe. Und da habe ich mich natürlich schuldig gefühlt, dass ich vielleicht nicht achtsam und aufmerksam genug war, meine Hände genug zu desinfizieren, genug Abstand zu halten. Da habe ich mich schuldig gefühlt. ... Aber es hat sich eben dann doch häufig so angefühlt und es war ja auch so was meine Arbeitskollegen angeht. Die eine war dann im Krankenhaus und musste mit Sauerstoff versorgt werden. Die Andere oder die anderen Beiden, ich habe drei insgesamt angesteckt, die anderen Beiden hatten gar keine Symptome. Dass ich da natürlich darüber nachgedacht habe, ob ich zu unvorsichtig war.

Interviewerin: Und waren Sie dann mit denen in Kontakt oder wie sind Sie mit der Sorge um die Leute, die Sie angesteckt haben, umgegangen?

Kira Schneider: Ja, mit denen habe ich dann auch telefoniert und die haben mir die Sorge zum Glück sehr gut nehmen können. Das war schon entlastend.