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Ähnlich sagt Xenia Pfeuffer, dass man eine AD(H)S, anders als ein gebrochenes Bein, nicht sehen kann.

Aber irgendwann ist der Punkt, wenn man halt gereizt wird, dann ist es vorbei. Dann funktioniert man nur noch. Da denkt man nicht mehr nach. Also so kann ich es jetzt von mir sagen. Und mein Sohn sagt halt auch oft – oder hat auch oft zu mir gesagt: „Ich will das gar nicht, aber ich kann nicht anders." Und das kann ich nur so bestätigen. Es ist bei mir selbst heute noch, dass dann sich – so Beispielhaft jetzt – im Hirn ein Schalter umlegt und ich funktioniere nur noch. Dann ist irgendwann dieses Level, diese Grenze, wo ich echt nur noch reagiere. Also sei es wenn Stresssituationen, Anspannung oder einfach nur so oder Nervosität, dann funktioniere ich nur noch. Da kann man mir noch fünfzigtausend mal zum Beispiel sagen: „Bleib ruhig, alles gut" und sowas. Dann funktioniere ich nur noch. Deswegen das ist so. Jemand, der sich dann zusammenreißen kann, der sagen: „Okay ist halt dann jetzt so." Der sich normal verhalten kann. Das ist halt dieser Unterschied für mich. Darum sage ich immer normal und gesund. Und meine Tochter ist für mich gesund. Also ich bin ganz ehrlich: ich für mich selber, für mich ist es eine Art Krankheit ADHS. Zwar nicht eine Krankheit die man sieht, wie ein Beinbruch oder künstlichen Darmausgang, Beispiel jetzt nur, das sieht man oder einen Blinden, der hat seine drei Punkte hier. Bei uns sieht man es nicht. Aber es ist trotzdem eine Krankheit. Auch wenn es vielleicht eine Krankheit vom Hirn oder Seele teilweise auch ist – trotzdem ist es für mich irgendwie krank. 

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