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Joachim Braun hält die Vorsorge für die beste Nachsorge.

Gibt es denn eine Botschaft, die Sie andere Betroffene weitergeben wollten?
Eine ganz klare Ansage, ja. Vorsorge ist die beste Nachsorge. Das heißt, durch frühzeitige, rechtzeitige Darmspiegelung lässt sich der Darmkrebs vermeiden. Ja, nicht vermeiden, aber früh erkennen. Damit wesentlich besser behandeln. Und je früher das Stadium ist, umso besser ist es. Das, denke ich mal, ist die wichtigste Botschaft, die man eigentlich verbreiten sollte.
Und es gibt so Kampagnen, so 500 mutige Männer gesucht in der Stadt. Das finde ich eine ganz tolle Kampagne. Weil man dort einfach 500 freiwillige Männer sucht, die sich wirklich auf eine Darmspiegelung einlassen. Weil es ist immer noch irgendwo so ein Tabuthema. Aber es tut nicht weh. Man merkt nichts. Es ist einem auch nicht peinlich. Es ist eine ganz normale Untersuchung. Und letztendlich hat damit Gewissheit, man hat keinen Darmkrebs. Und da der Darmkrebs relativ langsam wächst, hat man in der Regel zehn Jahre Zeit. Und wenn man dann keine Auffälligkeiten hat, dann geht man nach zehn Jahren wieder hin. Und dann ist das wunderbar.
Und wer wirklich irgendwo in der Familie Darmkrebs hat, der kann sich testen lassen, ob er familiären Darmkrebs hat. Es gibt viele auch, die einen sogenannten nervösen Darm haben. So Morbus Crohn und so weiter. Auch dort kann unter Umständen ein Stoma letztendlich eine Erleichterung bringen. Kann, muss nicht. Jeder Mensch ist anders. Aber letztendlich ist immer Vorsorge die beste Nachsorge, die man haben kann. Und das sollte auch eigentlich die Parole sein, die man weiterverbreiten sollte.

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