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Frank Herrmann schwimmt nicht mehr im Meer, geht aber gern ins Schwimmbad

Ich war nach der dritten OP in Reha, weil es mir körperlich nach der OP nicht so toll ging, und da habe ich gemerkt: ich durfte alle Übungen machen, nur ins Schwimmbad durfte ich nicht. Und da hatte ich auch mal eine Situation, im Urlaub, waren wir am Meer und dann bin ich ein bisschen weiter raus geschwommen und als ich schon ziemlich weit draußen war, habe ich mal überlegt: was ist denn, wenn jetzt etwas passiert? Seitdem gehe ich fast gar nicht mehr ins Meer. Also schwimmen.
 
Auch nicht im Schwimmbad oder so was?   
 
Selbstverständlich gehe ich ins Schwimmbad. Ja, und da denke ich auch gar nicht dann groß drüber nach. Aber solche Aktionen wie im Meer, weit raus schwimmen oder so- wie gesagt, in der Rehaklinik war es so, die haben mich nicht mal ins Schwimmbad reingelassen. Aber das mache ich dann auch ein bisschen von meinem Gespür dann abhängig. Weil so viel traue ich mir zu. An Tagen, an denen ein Anfall unmittelbar bevorsteht, da ging es mir ohnehin nicht so toll. Vielleicht ist das jetzt zu gewagt. Ich weiß das, so ein Anfall kann auch ganz plötzlich kommen. Aber wenn wir in den Urlaub fahren, am Pool, selbstverständlich gehe ich ins Wasser.
 
Aber da sage ich mir, wäre wahrscheinlich auch jemand ausreichend nah dabei. Und wie gesagt, die Kinder wissen Bescheid. Die wüssten dann auch gleich, was los ist. Ein Fremder würde wahrscheinlich noch denken: „Was macht denn der da?“ Nur wenn man ein gutes Stückchen weit raus geschwommen ist im Meer, wenn es überhaupt jemand mitbekäme, eine Chance zu helfen, hätte er keine. Ja und ansonsten- glücklicherweise kaum. Man gewinnt natürlich auch an Sicherheit, je länger man anfallsfrei ist. Und das sind bei mir jetzt fast neun Jahre.


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