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Martin Krüger erzählt von der Dauerbelastung für seine Partnerinnen.

Also, ich muss auch sagen, es ist nie ein Problem gewesen, eine neue Partnerin zu kriegen, trotz Epilepsie. Man könnte jetzt ja denken: Oh Gott, dann sagt man ihnen, man hat Epilepsie und dann sind sie gleich wieder weg, so ungefähr. (lacht) Nö, gar nicht. Also, ist dann auch einfach so, man erzählt ihnen einmal – wenn sie es nicht sowieso schon wissen – wie das ist, wie es abläuft, was sie machen müssen oder auch nicht machen müssen. - Ja, und dann ist das erst mal kein Problem.

Das Problem kommt dann erst so nach zwei Jahren oder so vielleicht, wenn sie merken, dass es- wenn man zusammen draußen ist, das ist halt doch immer so eine Dauerbelastung, wenn ich einen Anfall kriege. Die Leute rundum- dann ist erst mal so eine Menschentraube, alle glotzen (lacht). Irgendjemand, und wenn sie es zum tausendsten Mal sagt: „Bitte keinen Rettungsdienst rufen. Das ist einfach nur ein Anfall, das ist nichts Schlimmes.“ Das funktioniert einfach nicht und es ist immer so eine Angst- oder dass ich mich wieder verletze irgendwo. Auch wenn sie sich sonst wie noch Mühe geben, dass es nicht passiert und ja- und irgendwann haben sie alle gesagt, also gar nicht im Streit jetzt, sondern einfach so, dass sie einfach zu viel Angst hatten.

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