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Miriam Baumann fühlte sich von der ersten Ernährungsberaterin alleine gelassen. Bei der zweiten merkte sie, wie krank sie ist.

Und wie ging es dann weiter?
Ja, also, weil es meine Eltern halt, also meine Mutter vor allem relativ schnell gemerkt hat, ist sie halt dann erstmal mit mir zu einer Ernährungsberatung gegangen und die war aber nicht sehr kompetent. Die hat halt auch gemeint, ich hätte dadurch meine Familie im Griff und könnte da irgendwie die halt, wie sagt man, über die Kontrolle haben, weil ich die ja damit im Prinzip erpressen kann. Und, weiß nicht, dann habe ich auch gefragt, ob sie mir denn sagen kann, wie viel ich ungefähr essen soll, weil das ist ja eigentlich wichtig. Aber dann hat sie auch gemeint, das müsste ich selber wissen und hat mich da halt dann im Prinzip so alleine damit gelassen. Und meine Mutter fand die am Anfang sympathisch, aber hat dann auch gemerkt, dass sie nicht so da das Richtige macht. Und dann waren wir hier in [Stadt] bei einer anderen noch, die hatte selber mal Bulimie. Und die hat dann gleich gesagt, ich müsste in die Klinik, ich- also, sie hatte jetzt noch nicht so viele Fälle, aber dass ich da sofort hin soll. […]
Können Sie sich noch daran erinnern, wie dieses Gespräch war mit der zweiten?
Ich weiß eigentlich halt, dass ich da auf der Waage war und ziemlich wenig gewogen hatte und die dann halt sofort gemeint hat, ich soll in die Klinik. Und, dass sie mir gar nicht helfen kann.
Ah, ja. Und wie war das in dem Moment für Sie?
Ja, das war einfach so ein Schock halt und ich habe das dann wirklich erst so richtig gemerkt, dass da- dass das so arg ist.

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