Die Erfahrungen von Peter Seifert

Portrait Peter Seifert ist zum Zeitpunkt des Interviews 72 Jahre alt, verheiratet und lebt gemeinsam mit seiner Frau. Aus vorheriger Ehe hat er zwei leibliche erwachsene Töchter. Seine Frau hat ebenso erwachsene Kinder, denen er sehr nahesteht. Nachdem ein weißer Hautkrebs Anfang 2024 mit einer Salbe behandelt werden konnte, bemerkte Peter Seifert im Sommer 2024 eine ungewöhnliche Hautstelle zwischen Auge und Ohr. Peter Seifert ging zunächst davon aus, dass dies ein Mückenstich ist, suchte aber nach einigen Tagen seinen Hausarzt auf, der ihm eine Salbe empfahl. Da diese keine Linderung bot, ging Peter Seifert erneut zu seinem Hausarzt, der ihn wiederum zum Hautarzt schickte. Die Stelle wurde noch in derselben Woche chirurgisch entfernt und als malignes Melanom diagnostiziert. Es folgten drei weitere Operationen, nach denen keine Krebszellen mehr nachgewiesen werden konnten. Im Anschluss begann Peter Seifert eine gezielte Immuntherapie, die er auch zum Zeitpunkt des Interviews noch erhält und als gut verträglich empfindet. Viel Bewegung an der frischen Luft, sein Glaube sowie wertschätzende zwischenmenschliche Momente geben Peter Seifert die Kraft und Motivation, seine Erkrankung nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern das Leben zu genießen.

Im Sommer 2024 bemerkte Peter Seifert eine merkwürdige Hautstelle zwischen Auge und Ohr, die er als Mückenstich einordnete. Da sich die Stelle nicht zurückbildete, suchte Peter Seifert seinen Hausarzt auf, der ihm eine lindernde Salbe verschrieb. Da im betroffenen Hautareal auch mit der Salbe keine Besserung auftrat, überwies sein Hausarzt ihn weiter an eine dermatologische Praxis. Nach einem chirurgischen Eingriff wurde ein malignes Melanom diagnostiziert. Es folgten ein Nachschnitt im ambulanten Setting sowie ein dritter Eingriff im Kontext eines stationären Aufenthalts im September 2024. In einer vierten Operation wurde die offene Wunde geschlossen. Zum Zeitpunkt des Interviews erhält Peter Seifert eine moderne Immuntherapie im Rahmen einer klinischen Studie, um Rückfälle zu verhindern. Er sagt, dass er diese gut verträgt und bei den Kontrolluntersuchungen bisher keine Krebszellen mehr nachgewiesen wurden. Peter Seifert hatte während der Wundheilung keine Schmerzen und sein Körper konnte die Behandlungen insgesamt gut verarbeiten. Da er eine Brille trägt, ist die Narbe kaum sichtbar.

Durch die klinische Studie hat Peter Seifert regelmäßigen Kontakt zum Gesundheitspersonal sowie engmaschige Kontrollen. Er schätzt die gute Betreuung durch die Ärzt*innen und ihre Ehrlichkeit. Der regelmäßige Austausch hilft ihm, den Prozess seiner Erkrankung mitzuverfolgen und seine Fragen und Sorgen zu thematisieren. Peter Seifert sagt, dass er den Ärzt*innen im Klinikum voll und ganz vertraut. Anfang 2024 hatte Peter Seifert eine Stelle am Kopf, die als weißer Hautkrebs eingeordnet wurde, aber sich unter einer Salbe zurückbildete. Beide Hautkrebsdiagnosen trugen dazu bei, dass Peter Seifert im Alltag achtsamer gegenüber seinem eigenen Körper geworden ist. Er trägt z. B. einen Hut als Sonnenschutz und sucht seinen Körper regelmäßig nach Hautaufälligkeiten ab. Peter Seifert sagt, dass Gesundheit eines der wichtigsten Dinge im Leben ist und es in der eigenen Verantwortung liegt, schnell zu reagieren, wenn man selbst beispielsweise veränderte Hautstellen wahrnimmt. Peter Seifert ist sich seines Alters bewusst und hat gelernt, körperliche Veränderungen zu akzeptieren. Er ist jedoch sehr dankbar, dass er im Alter von über 70 Jahren noch so selbstständig und mobil ist und sich jeden Tag an der frischen Luft bewegen kann.

Seine Frau sowie ihre Kinder haben Peter Seifert im Laufe der Erkrankung stetig unterstützt und zu Untersuchungen und Behandlungen begleitet. Peter Seifert schätzt ihre Anteilnahme, ebenso diejenige aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Zwar stellt er seinen Hautkrebs nicht immer in den Vordergrund und thematisiert diesen nur, wenn es sich ergibt. Peter Seifert sagt, dass er es dennoch sehr zu schätzen weiß, wenn jemand an ihn denkt und ihm liebe Worte für seinen Genesungsweg mit auf den Weg gibt. Diese zwischenmenschlichen Erlebnisse, aber auch sein Glaube tragen für Peter Seifert wesentlich zu seiner Krankheitsbewältigung bei.

Das Interview wurde im April 2025 geführt.


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