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Walther Girtler musste durch seine Inkontinenz aufs Bergsteigen verzichten, was er bedauert.

Wie war das denn generell, Sie sind jetzt ja eine sehr lange Zeit mit diesem Problem behaftet der Inkontinenz. Worauf mussten Sie denn am meisten verzichten?

Ja, ich war begeisterter Bergsteiger, das konnte gar nicht hoch genug sein. Das geht nicht mehr. Da müssen Sie einen Rucksack voller Vorlagen mitschleppen. Und müssen immer sehen: Kommt ein anderer Bergsteiger hinterher? Kann ich wechseln? Und die Vorlagen muss ich irgendwie verschwinden lassen. Das ist das größte Problem, dass man sich- wenn man laufen tut, geht das hier genauso. Ich laufe hier auch einmal mit meiner Frau, aber ich bin lieber mit dem Fahrrad unterwegs.
Und das ist das Handicap beim Laufen und gerade jetzt beim Bergsteigen, wenn Sie bergauf gehen, enorme Anstrengung, und beim Runtergehen müssen Sie ordentlich bremsen, beim bergab gehen. Und da ist der Muskel, weil er so gut wie nicht mehr richtig da ist- der Beckenboden ist ja noch da, aber der ist so schwach und dann geht der Urin so weg, das merkt man richtig. Das war für mich, ich sage einmal, nicht schlimm, aber bedauere ich, weil ich nicht mehr so in die Berge kann, wie ich sonst gefahren bin.

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