Claudia Jansen fühlte sich entlastet, je mehr sie über den Hautkrebs gesprochen hat.

Also ich weiß, dass es manchmal schwerfällt, aber offen drüber reden. Weil je öfter man drüber redet und auch vielleicht mit unterschiedlichen Personen, wenn es zwei Personen sind, ist auch gut, aber wenn man es ausgesprochen hat, ist es schon anders. Es ist eine Last, die man abgibt. Man hat es offen ausgesprochen und es kommt ja meistens auch ein Kontext zustande und eben auch mit anderen Betroffenen sich auszutauschen, weil das so viel Stärke auch wieder beinhaltet für einen selber oder man manchmal drinsteckt und denkt: Oh, ich weiß gar nicht, wie geht es weiter? Und andere sagen ja, das geht schon wieder. Und, also manchmal bewundernswert, wenn man Patienten mit Chemotherapie anschaut und sagt: Boah, ich weiß gar nicht, wie ich das durchgestanden hätte. Da war ich jetzt in der glücklichen Phase, dass ich das nicht hatte als Hautkrebspatient. Aber bei Hautkrebspatienten ist halt immer so, dass die Leute sagen na ja, Hautkrebs, das ist ja nicht- Die haben im Prinzip keine Ahnung darüber, was es ist. Oder viele auch, die vielleicht ein Basaliom haben und sagen: „Ja, ist nichts.“ Sage ich: „Leute hallo, auch das ist eine Vorstufe vielleicht ja.“ Aber es ist immer–. Also ich möchte nicht durch die Gegend gehen und missionieren, aber Hilfe anbieten. Wenn jemand, wenn ich höre, ah, da ist jemand, der kommt vielleicht damit gerade nicht zurecht. Und das kann man, glaube ich, erst dann geben, wenn man selber wieder im Sattel sitzt.