Matthias Krämer achtete bei der Arbeit verstärkt auf Sicherheitsmaßnahmen.

Wobei das mit diesem beruflich ist vielleicht noch interessant, so wie wir früher ins Feuer gegangen sind und auch im Nachhinein. Wenn das Feuer dann schon aus war, wir die Nachlöscharbeiten und Aufräumarbeiten gemacht haben, letzten Endes dann auch ohne Maske, den Ruß, den schwarzen, irgendwie hast du ja noch nur im T-Shirt und überall bist du mit den Dreckhänden rangekommen. Beruflich bin ich in der Hinsicht schon sensibler geworden. Auch in der ganzen, nicht nur Hautkrebs, sondern auch krebsgeschichten-mäßig. Ich war ja dann auch tatsächlich irgendwann mal Sicherheitsbeauftragter. Und wenn ich daran denke, wie wir früher immer die Fahrzeughallen, wo die dicken fetten Diesel-Feuerwehrfahrzeuge so oft angeworfen werden und dadurch der Ruß hinten raus und irgendwann musste die Halle gesäubert werden und dann hast du die Halle gefegt, trocken gefegt. Damit hast du eigentlich diesen kompletten Ruß einfach nur aufgewirbelt und eingeatmet. Und irgendwann kamen die auf der Feuerwehrschule ebenfalls dahinter. Dann gab es diesen „Feuer-Krebs“ nannte sich das. In dem Unterricht ging es dann um „Feuer-Krebs“, also alle möglichen Krebsgeschichten, die durch Brandgase und so weiter auf die Feuerwehrkollegen zukommen könnten. Und da hat dann eben zum Beispiel der eine Lehrer hat gesagt: „So Fahrzeughallen nur feucht erstmal abspritzen, abspülen und wenn dann danach fegen.“ Aber das ist eigentlich nicht mehr nötig, jetzt gibt es auch so sogar Maschinen. Damit fährt man halt durch. Da wird alles feucht gemacht. Also darüber hat man sich früher überhaupt keinen Kopf gemacht und wie gesagt, im Feuer standst du da und hast einfach viel zu früh auch die Maske abgenommen. Also in der Hinsicht bin ich natürlich auch etwas hellhöriger geworden. Also da hat sich das schon verändert, mein Verhalten, dass ich auch den Kollegen sage: „Hört mal auf hier die Halle zu fegen, trocken, das macht man nicht.“