Die Erfahrungen von Wolfgang Berg

Portrait Wolfgang Berg ist zum Zeitpunkt des Interviews 67 Jahre alt, lebt mit seiner Frau und ist Rentner. 1995 wurde bei ihm im Alter von 37 Jahren ein nicht klassifizierbares Melanom festgestellt, was im Gesunden entfernt werden konnte. Zudem hat er aktinische Keratosen, wodurch immer wieder Eingriffe erfolgen, um auffällige Hautstellen zu entfernen. Auch, wenn die Krebsdiagnose Wolfgang Berg zu Beginn Sorgen bereitet hat, welche auch bei den regelmäßigen Kontrollen immer wieder auftauchen, ist er dankbar für die wachsenden Behandlungsmöglichkeiten und erlebt durch ein Nebengewerbe, in Gartenarbeit und Fotografie viel Ablenkung und Freude. Ebenso sind seine Frau sowie seine Söhne und deren Familien ihm eine große Unterstützung im Umgang mit der Krebserkrankung.

Wolfgang Berg hatte bereits als Kind Probleme mit der Haut und reagierte besonders empfindlich auf Sonne. Er hatte viele Sonnenbrände und erinnert sich auch an starken Juckreiz im jungen Erwachsenenalter, aufgrund dessen er eine Dermatologin aufsuchte. Diese stellte eine Sonnenallergie fest. Zudem hat Wolfgang Berg viele Pigmentierungen. Bei einem Hausarztbesuch entdeckte sein Arzt eine auffällige Stelle am Rücken, die er herausschnitt. Der histologische Befund wies ein nicht klassifizierbares Melanom nach, was Wolfgang Berg zunächst nicht realisieren konnte. Er sagt, dass es ihn sehr getroffen hat, da zum Zeitpunkt der Diagnose 1995 die Überlebenschancen bei schwarzem Hautkrebs noch deutlich geringer waren, als zum Zeitpunkt des Interviews. Zudem war noch nicht klar, ob der Hautkrebs metastasiert hat. Wolfgang Berg kümmerte sich daher auf Empfehlung seines Hausarztes zeitnah um einen Termin in der Klinik. Es konnten bei weiteren Untersuchungen keine Metastasen entdeckt werden. Die Stelle am Rücken wurde im Gesunden nachgeschnitten, was Wolfgang Berg sehr erleichterte. 

Zum Melanom kamen aktinische Keratosen hinzu, aufgrund derer Wolfgang Berg im Laufe der Jahre immer wieder operative Eingriffe erlebte. Meist entdeckte er die entsprechenden Stellen selbst, da er einen achtsamen Umgang mit seinem Körper entwickelte und auch seine Frau ihn bei der Beobachtung seines Rückens unterstützte. Darüber hinaus nimmt Wolfgang Berg regelmäßig Nachsorgetermine in Anspruch. Wolfgang Berg schützt seine Haut verstärkt vor der Sonne und trägt große Hüte, um auch seinen Nacken zu bedecken. Bei seiner Freizeitgestaltung achtet er darauf, dass er sich überwiegend im Schatten aufhält. Ebenso im sozialen Umfeld signalisiert er, dass es für ihn wichtig ist, nicht der Sonne ausgesetzt zu sein und bei gemeinsamen Treffen beispielswiese einen Platz unter dem Sonnenschirm einzunehmen.

Ein Nebengewerbe, Garten und Fotografie sind für Wolfgang Berg Hobbys, die ihm große Freude bereiten und gewissermaßen auch vom Hautkrebs ablenken. Darüber hinaus sind seine Frau und seine Söhne ihm eine große Unterstützung. Er ist dankbar für seine Familie und genießt insbesondere die Zeit mit seinen Enkel*innen. Wolfgang Berg hat durch die Krebserkrankung gelernt, dass es wichtig ist, sich eigene Wünsche zu erfüllen und etwas zu gönnen. Er genießt es, mit seiner Frau zu reisen, Ausflüge mit seiner Familie zu unternehmen und verspürt dadurch im Alltag viel Lebensqualität.

Das Interview wurde im Mai 2025 geführt.


Alle Interviewausschnitte von Wolfgang Berg

Wolfgang Berg empfindet die Gefühle der Patient*innen als sehr bedeutsam.

Wolfgang Berg hatte viele Pigmentierungen in den 90er Jahren und sein Hautarzt wurde bei einer Kontrolle auf einen verdächtigen Fleck aufmerksam.

Wolfgang Berg berichtete, wie anders die Einstellung zur Sonnenexposition in der 60er-Jahren noch war.

Wolfgang Berg erzählte von der Erkrankung seines Halbbruders und seiner Familiengeschichte.

Wolfgang Berg hat sich selbst um Untersuchungstermine gekümmert, da er Kontakte in einer Klinik hatte.

Wolfgang Berg legt Wert auf gesunde Ernährung, möchte sich vom Krebs aber nicht alles nehmen lassen.

Wolfgang Berg hat sich krankschreiben lassen, wenn die Sorge vor den Ergebnissen ihn nicht losgelassen hat.

Wolfgang Berg ist durch die Erkrankung entspannter geworden und lebt viel mehr im Hier und Jetzt.

Wolfgang Berg hatte Schwierigkeiten mit der Wortwahl seiner Ärzt*innen.

Die Freunde von Wolfgang Berg wissen, dass er sich bei Feiern draußen im Schatten aufhalten muss.

Für Wolfgang Berg war Zeit mit seiner Familie eine wertvolle Ablenkung.

Für Wolfgang Berg sind die Narben zweitrangig – entscheidend ist, dass sein Leben weitergeht.

Wolfgang Berg hat sich durch Hobbys und Arbeit von seiner Krankheit abgelenkt.

Für Wolfgang Berg ist die Verwendung einer Salbe vor der Behandlung wiederkehrend Anlass, den Krebs in der Familie anzusprechen.

Wolfgang Berg hat noch einige Vorhaben für die Zukunft.

Wolfgang Berg hilft der Austausch mit Gleichgesinnten.

Wolfgang Berg kann Gedanken über seine Erkrankung meist gut zur Seite schieben.