Angelika Schüler konnte ihre Ängste mit einer Kollegin teilen, die an Brustkrebs erkrankt war.
Zum selben Zeitpunkt wie ich ist eine ehemalige Kollegin von mir an Brustkrebs erkrankt an einem aggressiven. Die konnte zumindest nachvollziehen mit der Angst, dass was ich so gefühlt habe. Also ich hatte ja im Moment- so um mich rum wie eine Glocke. Ich konnte nichts empfinden. Ich habe nicht geweint, ich habe nichts empfunden, war einfach tot. Es war alles wie in einem Film. Die Kollegin konnte das nachvollziehen. Ich habe dann zu ihr gesagt: „Sag mal, hast du mal geweint? „Nö, noch bis heute nicht.“ Und das war dann schon ein Jahr, wo wir dann krank waren. Und irgendwann kam das aber, viel, viel später, dass man dann mal Gefühle wieder zulassen konnte und so und das denke ich, ist auch für Angehörige in dieser Zeit, muss das furchtbar sein. Und auch diese Hilflosigkeit, die können da sein, die können Hilfe reichen, aber helfen können sie letztendlich auch nicht. Und da fand ich es ganz gut, dass ich die Kollegin hatte, dass wir uns da ein bisschen angenähert haben und zumindest über die Krebserkrankung sprechen konnten, über die Ängste und so.
