Angelika Schüler hatte keine Kraft, die rückwirkende Verrentung anzufechten.

Dann kam das Schreiben von der Krankenkasse, die ja dann für das Aussteuern auch zuständig ist, und sagte mir, dass ich rückwirkend, da war ich schon drei Jahre krank, dass ich rückwirkend zu 2017 verrentet werde. Wie soll ich sagen? Sie kriegen praktisch den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie haben alles dafür getan. Ich wollte so gern 50 Jahre voll arbeiten gehen, das hätte ich prima erreicht. Ja, das war halt nicht der Fall. Und dann habe ich erst gedacht, ich klage gegen diese Verrentung und dann habe ich mir eine Anwältin genommen, die kannte sich nicht aus und hat mir abgeraten. Dann bin ich zum VdK, weil mir jemand gesagt hat, dass die sich damit auskennen. Und dort wurde mir gesagt: „Also wir können das durchfechten, ich glaube, dass wir vielleicht auch Chancen haben“. „Aber“ sagte er: „ob Sie die Nerven und die Kraft haben, weil das wird langwierig und anstrengend“ Und dann habe ich gesagt: „Wissen Sie was, machen Sie das Buch zu.“ Ich so viel mit mir zu tun, ich hätte nicht die Kraft gehabt, vor Gericht zu gehen und dieses ständige wieder anfangen, das wäre mir zu viel gewesen. Ich habe das dann halt angenommen und gut war.