Anja Walter war erschrocken von der Diagnose und verärgert, dass die Hautauffälligkeit nicht sicherheitshalber entfernt wurde.

Also ich möchte jetzt nicht sagen, ich bin ja nicht in Tränen ausgebrochen, aber ich war wirklich erschrocken. Die Ärztin hat es jetzt auch, sagen wir mal, ein bisschen melodramatisch verpackt und eben mit diesem „na ja, Sie wissen ja, sie hatten das und dann war das und es hat ja immer nicht aufgehört zu jucken und dann haben wir sie rausgenommen“, also das war nicht gut und irgendwann kriegt man ja auch den Arztbericht und ich weiß nicht, was sie da reingeschrieben hat, aber glaube ich auch, dass ich sehr erschrocken war, wo ich dachte, ja, kein Wunder. Also nein, was habt ihr denn erwartet? Also das ist so, da war ich eher so ein bisschen, ja, nicht verärgert darüber, aber ich dachte dann seid halt vorher ein bisschen sensibler. Ich weiß auch nicht. Wenn sie gesagt hätten, wir nehmen das [Hautauffälligkeit] mal sicherheitshalber raus, weil wer weiß, was da drinsteckt, man kann es nie wissen. Dann wäre ich vielleicht auch anders drauf vorbereitet gewesen. Dann wäre vielleicht auch vorher die Zeit ein bisschen blöder gewesen bis zur Diagnose, aber dann wäre ich doch irgendwie ein Stück weit vorbereiteter vielleicht auch gewesen und hätte mich auch ein Stück weit ernst genommen gefühlt. Dieses Überraschungsmoment, das fand ich so am krassesten.