Anja Walter wollte ihre Kinder mit ihrer Diagnose nicht erschrecken.

Schon auch erschrocken erstmal. Aber wir wollten sie ja nicht erschrecken. Also Sie haben sich schon auch Sorgen gemacht. Aber ich glaube, sie hatten schon auch das Vertrauen, dass es schon gut wird. Gut, bei meiner Tochter ist es halt so, da ist die tatsächlich die Mutter von einer Freundin leider vor nicht allzu langer Zeit, vor Ende 2019, an Krebs gestorben. Also meine Tochter war da schon noch mal ein bisschen anders sensibilisiert für das Thema Krebs. Da glaube ich sonst auch jetzt in der Generation, also bei jüngeren Menschen, das nicht so eine vorherrschende Rolle spielt. Aber da war halt schon eine Sensibilität auf jeden Fall da. Das ist aber gut. Also ich hoffe, ich habe das so hingekriegt, dass sie da jetzt nicht in Aufruhr geraten sind – beide. Also dass wir das so eingeordnet haben, dass das jetzt passiert ist. Ich wollte schon, dass sie das wissen und ich wollte ihnen das nicht verheimlichen. Aber wir haben das eben auch nicht dramatisiert oder gesagt: „Das ist jetzt ganz, ganz was Furchtbares.“