Bettina Wetzel spricht weniger über den Krebs, weil ihre Erfahrungen sie enttäuschten.

Ich habe mein Verhalten diesbezüglich geändert, weil ich festgestellt habe: Wenn du krank bist und dann heißt es: „Ach Gott, was hast du denn?“ Und dann fragt kein Mensch mehr danach. Und deswegen, es gibt nicht viele, die das wissen. Und wenn ich gefragt werde, wie geht es dir? Die, die es nicht wissen, dann sage ich: „Mir geht's gut.“ Und die, die es dann wissen, die fragen mich aber auch nur ganz, ganz selten. Und deswegen habe ich für mich entschieden, dass ich das nicht in die Welt hinaustrage. Die, die es wissen wollen oder die Näheren, denen sage ich das und ich gehe da ganz offen mit um. Aber ich gehe nicht mit hausieren, weil wie gesagt, ich will das nicht. Ja, ich will das einfach nicht. Es ist einfach meins, weil es gibt so viele falsche Leute, die dann so sagen: „Ach Gott, das tut mir jetzt aber leid“ und die interessiert es nicht und deswegen ist es meins. Und die was wissen wollen, denen sag ich das und alle anderen kriegen es nicht gesagt. Gestern waren wir Fahrradfahren und dann trafen wir ein befreundetes Ehepaar und dann habe ich gesagt: „Und wie geht es dir?“ Und sagt sie: Oh, ich muss jetzt ins Krankenhaus, ich kriege einen Stent ins Herz gelegt.“ Ja, wissen Sie, das ist dann für mich– Und jetzt soll ich sagen, ich habe Metastasen auf der Lunge, ich habe Hautkrebs. Naja, gut, fertig. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen.