Claudia Jansen hatte zu Beginn ihrer Hautkrebserkrankung nicht den Kopf dafür, Informationen zu suchen.
Und dann war aber wieder durch diese Nachuntersuchungen war ich ja viel in [Stadt 12] und da lag dann ein Buch von „Melanominfo Deutschland“ mit diesen Erfahrungsberichten. Ich weiß nicht, ob Sie das schon gesehen haben und das lag dort im Wartebereich und das hat mir dann wieder geholfen zu sagen: „Aha guck mal, die leben, Diagnose 2012, die leben immer noch. Weil man muss dazu sagen, bei einem vorhergehenden Termin war ein Flyer gelegen von einer jungen Frau, die wohl nach acht Monaten daran verstorben ist. Und das war erst mal, wo man gedacht hat „Oh mein Gott!“ Ja und dann hieß es halt: ja, man muss erst gucken, ob man die Mutation hat und welche Behandlungsform. Und das hat ewig gedauert. Also der Nachschnitt war ja im Januar und bis dann letztendlich Ergebnisse da waren, war es dann, bis ich die Therapie beginnen konnte, März, fast Ende März 2022. Und da – Ja, es tauchen so viele Fragen auf, man kriegt dann Broschüren mit. Es gibt einmal die Adjuvante-Tabletten-Therapie oder die Immuntherapie. Damit muss man sich dann erstmal beschäftigen. Und da war ich, da bin ich dann schon losgegangen und habe gedacht: „Hallo, das muss doch eine Selbsthilfegruppe dafür geben, dass man sich einfach mal austauscht.“ Aber auch da niemand gefunden und man muss auch sagen im Nachhinein gesehen, dass man als Patient in dem Moment wirklich eigentlich so viele Gedanken im Kopf hat, dass man gar nicht die Kraft hat, vieles zu machen.
