Daniela Steffens erläutert die Herausforderungen bei der Leitung einer Selbsthilfegruppe.
Na, damals war die Anfrage recht schnell von der- ist heute Chefärztin Ob ich mir sowas vorstellen könnte aufzubauen. Nun habe ich gesagt aufbauen tue ich, aber dann gebe ich ab, leite ich über. Jetzt habe ich es immer noch an der Backe. Es ist eine ganz tolle Geschichte, aber kostet viel Kraft. Als wir angefangen haben, kam kurze Zeit später Corona. Die Leute heute möchten. Ich kriege viele Emailanfragen, ich bin eher eine Beratungsstelle für viele. Weil Selbsthilfegruppen werden erstmal nicht so gern in Anspruch genommen [unv.] und hier kommen die Leute von über 100 Kilometern angefahren und das kann sich auch nicht jeder leisten im Monat. Und das nächste ist, es hat auch nicht jeder die Kraft die Fahrt zu packen. Wir sind von 40 an aufwärts. Die meisten denken, sie schaffen es alleine. Viele brauchen wie gesagt bloß meinen Rat. Und jetzt soll ein neues Projekt starten, ab September als Kick Off Veranstaltung. Da geht es darum, dass man eine Hautkrebssprechstunde einrichten möchte für Fachschwestern, also Skin Cancer Nurses und dann ist das so, man möchte Ärzte entlasten, man ist ja spezialisiert als Fachschwester und kann in jeder Sprechstunde schon mal anfangen zu besprechen, wie ist die Medikamenteneinnahme, wie sind die Nebenwirkungen? Was nehmen sie an sozialer Beratung in Anspruch? Also das können die in dieser Sprechstunde alles abklopfen. Die ist einmal im Monat. Aber da wollten wir uns dann auch als Selbsthilfegruppe mit einklinken zu den Terminen falls einer ein Infogespräch möchte oder dann möchte ich einmal im Quartal auch dabei sein, weil wir doch Gruppenstärke mit Angehörigen von 6 bis 7 Leuten sind. Es ist schwer, die zusammenzuhalten und zusammenzukriegen. Ja, jetzt ist die Idee dann halt, sich mit in die Sprechstunde einzuklinken. Und da muss ich sagen, ist eine Selbsthilfegruppe sehr viel wert, weil die viel auffängt und viel Infos weitergeben kann. Manche sind dann auch raus, wir haben zwei Todesfälle schon gehabt, das wurde schwer verkraftet, ganz schwer angenommen. Na ja, die Verabschiedung war sehr tief, von der [Teilnehmerin Selbsthilfegruppe] war sehr schwer. Dann ist unsere [Teilnehmerin Selbsthilfegruppe]verstorben. Damit kam gar keiner zurecht. Das konnte ich auch nicht so auffangen. Muss ich auch nicht, nicht mein Job. Aber wie kommuniziert man dann so was in der WhatsApp Gruppe?
