Daniela Steffens wollte die Immuntherapie trotz starker Nebenwirkungen nicht beenden, um den Krebs weiter bekämpfen zu können.
Ich hatte auch mit einem Schlag 15 bis 20 Kilo abgenommen. Die Immuntherapie hat gleich mit erstem Mal Gabe gewirkt. Leider dann auch so, dass ich den ganzen Beipackzettel an Nebenwirkungen genommen habe und dadurch regelmäßig in der Klinik lag. Ich war drei Wochen Intensivstation, weil meine Schilddrüse ausgebrannt ist. Dann ist meine Hypophyse zu Schaden gekommen. Dann kamen die Nebennieren dran, die Bauchspeicheldrüse, die Leber, alles ganz schlimme Entzündungen. Und schließlich kamen die Knochen und die Weichteile. Ich hatte das Glück, dass aus [Stadt 7] ein Hämatologe/Onkologe eine Tagesklinik aufgemacht hat in [Stadt 97] und nach einem Jahr hat mein Mann gesagt, „Jetzt kriegst du mal wieder ein kleines Auto, probiere mal wieder zu fahren, wie das klappt mit der Konzentration.“ Und wenn ich z.B. nachts Erbrechen hatte oder die Durchfälle oder was alles so dazukommt, dann konnte ich immer zu dem Doktor [Arzt] hier in die Tagesklinik. Wir hatten beide eine Absprache und dann hat er mir geholfen mit Infusionen, da habe ich noch ganz gut kopfmäßig funktioniert als Krankenschwester, und habe gesagt, jetzt brauche ich Elektrolyte, jetzt brauche ich die Medikamente. Und [Name 85/Arzt] hatte dann Absprachen mit der Uni und hat auch die Verantwortung übernommen. Wenn die mich dann nicht wieder nach Hause gehen lassen wollten und mich wieder in der Klinik behalten wollten, ja Intensivstation und Interne und ohne meine Familie, wochenlang. Hatte der Onkologe die volle Verantwortung, sagt er, außer am Wochenende, das macht er nicht. Und so konnte ich auch oft zu Hause bleiben, bei den Kindern und der Familie sein und mein Mann konnte zum Studium fahren und Geld verdienen. Ja, so ist das erstmal gelaufen, bis das so ein Ausmaß angenommen hat, dass die Ärzte gesagt haben, das können sie jetzt nicht mehr verantworten mit den Nebenwirkungen.
