Dirk Winter war erleichtert, dass er die zielgerichtete Therapie machen konnte.

Es war nämlich die zielgerichtete Therapie, wo ich gelesen habe, dass Nebenwirkungen, wenn die auftreten, auch wieder zurückgehen, wenn man pausiert. Und bei der Immuntherapie hatte ich halt Sorge, was ich gelesen habe, dass alle möglichen hormonproduzierenden Drüsen betroffen sein können und auch dauerhaft geschädigt werden können, also Hirnanhangdrüse, Nebennieren, Schilddrüse und damit konnte ich mich gar nicht anfreunden, dass das passieren kann. Aber ich konnte ja zum Glück die andere machen, die zielgerichtete Therapie und die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Da hat mir ein guter Freund oder mein bester Freund, mit dem hatte ich mich ausgetauscht und der hat halt gesagt: „Naja, du musst sehen, dass in dem Moment, wo du die Entscheidung triffst, muss das die Richtige sein für dich. Du kannst nicht sehen, was in zwei, drei Monaten ist und hätte ich bloß oder hätte ich nicht.“ Also in diesem Moment musste die Entscheidung für mich die richtige sein. Und das fand ich sehr, sehr wichtig für mich, diese Aussage und habe die dann auch befolgt und gesagt, ja, jetzt im Moment ist das die richtige Entscheidung für mich und ich mache diese Therapie. Aber wie gesagt, ich hätte sie eh machen müssen. Da allerdings schon der Verdacht auf eine Fernmetastasen war und der Verdacht auf einen weiteren befallenen Lymphknoten, galt das nicht mehr als adjuvante Therapie, sondern als normale Therapie. Und ja, die habe ich dann insgesamt statt einem Jahr drei Jahre gemacht.