Aufgrund von postoperativen Folgen hatte Elke Gruber starke Schmerzen.

Nach der Entfernung der drei Metastasen bereitete mir das Abfließen des Lymphwassers Probleme. Es floss nicht ausreichend genug Lymphe ab und nach acht Tagen Krankenhausaufenthalt wurde ich meiner Meinung nach dann zu früh entlassen. Ich hatte immer noch ziemliche Schmerzen bei den Bewegungsabläufen. Beim Sitzen, der Autotransport von war für mich ein einziger Horror. Ich habe jede noch so kleinste Straßenunebenheit gespürt. Durch Abstützen meines oberen Rücken-Schulterbereichs an der Rücklehne des Autositzes und ein dickes Kissen zum Abstützen im unteren Rückenbereich habe ich diese Horrorfahrten überstehen müssen. Die paar Tage zu Hause habe ich nur auf der Couch liegend verbracht. Da ich nicht ohne Schmerzen laufen konnte. Als ich dann zu meinem Hautarzt zum ersten Verbandswechsel kam, sagte er mir: „Ach du lieber Himmel, das Bein ist ja so dick und geschwollen, das Lymphwasser muss raus. Sie müssen sofort zurück in die Uni-Klinik, dort müssen sie punktieren, damit das Lymphwasser rauskommt, bevor das jetzt hier eine dicke Infektion gibt. Er organisierte in meinem Beisein persönlich sofort die notfallmäßige Rück-Überweisung in die Klinik. Man versuchte dort dann, das Lymphwasser durch Punktierung abzuziehen, was jedoch trotz vieler Punktionsversuche an mehreren Stellen, u.a. mit Unterstützung des Ultraschalls, in der Wunde, nicht geklappt hat. So hat man mir gesagt, „es tut uns leid, aber wir haben keine andere Wahl, wir müssen die Wunde wieder eröffnen. Wir bekommen mit der Punktion die Lymphflüssigkeit nicht heraus. Es hat sich keine Kammer gebildet, in der sich das Lymphwasser angesammelt hat. Es ist alles im Gewebe. Wir müssen versuchen, dass durch Eröffnen der Wunde, das Lymphwasser aus der Wunde langsam nach außen abfließt.“ Von montags bis freitags wurde ich dann täglich in den OP geholt, um durch Druckmassagen die Lymphflüssigkeit zum Abfließen zu bringen. Nach einer Woche Druckmassage unter unsäglichen Schmerzen, war auch dieses leider nicht erfolgreich. Nach Beratung der Ärzte entschieden sich diese, dass ab sofort mit einer VAC-Pumpe behandelt werden soll, das wäre die letzte Möglichkeit, das Wasser herauszubekommen. „Das Wasser muss dringend raus, sonst vergiftet es den Körper“, sagte man mir. Also wurde ich dann auf die Abteilung der Gefäßchirurgie zur Weiterbehandlung überwiesen. Mit der Anlage einer VAC-Pumpe wurde jetzt versucht, das Lymphwasser abzupumpen. Sie können sich denken, dass das wiederum mit unsäglichen Schmerzen verbunden war. Denn die Wunde war ja offen und es wurde in die offene Wunde ein Einlagestift von ca. 10 cm lang ca. 1,5 cm Umfang geschoben, welcher mit einer Drainageleitung versehen und mit einem Vakuumverschluss von außen ganz fest verschlossen wurde. Die Drainageleitung wurde nach außen gelegt und die Lymphflüssigkeit lief in einen Behälter, der täglich von mir geleert werden musste. Alle drei Tage erfolgte ein Wechsel der Wundeinlage. Der mit Blut und Lymphe voll gesaugte Stift wurde herausgezogen und durch eine neue Stifteinlage erneuert. Ich fragte dann einmal den Arzt, ob die Wunde anschließend wieder zugenäht würde. Die Antwort: „Nein, die Wunde bzw. das entstandene Loch wird nicht mehr genäht. Die Wunde muss innen von unten bis nach oben von allein zuheilen. Das entstandene Loch muss vollkommen geschlossen sein. Aber das Loch selbst wird auch nach Abheilen der Wunde nicht mehr verschwinden. Das Gewebe innen muss sich miteinander wieder verbinden. Das klappt aber nicht früher, bevor die Wunde innen es nicht vollkommen trocken ist und keine Flüssigkeit nachkommt“. Das Ganze zog sich bis gut zweieinhalb bis drei Wochen hin, bis die Wunde endlich vollkommen trocken wurde und sich das Bindegewebe wieder miteinander verbinden konnte.