Zum Zeitpunkt ihrer Diagnose erinnerte sich Gisela Haase, selbst Krankenschwester, an Patient*innen mit derselben Erkrankung und deren Prognose.
Also ich bin von Beruf Krankenschwester, war auch viele Jahre im OP beschäftigt und konnte mich an Patienten erinnern, die diese Diagnose bekommen haben und auch wusste, wenn das sich bei mir bestätigt und dass, wenn das nicht randständig rausgeschnitten werden kann und sollte es Metastasen gebildet haben, dass dann die Prognose ist: maximal fünf Jahre Lebenszeit. Das war schon ein Schlag ins Kontor. Und dieses Wort, man hat das Gefühl, der Boden wird einem unter den Füßen weggezogen. Ja, ich habe das dann einfach mal so aufgenommen, habe mit dieser Freundin dann auch telefoniert, die ist Ärztin und tja. Dann war das so für mich. Und als aber dann nach der dritten Ausschneidung, dann kam, dass es in situ ist. Das hört sich jetzt- Ich bin eigentlich ein sehr pragmatischer Mensch, denke ich, auch aufgrund meiner Erfahrung, wo ich gesagt habe: nützt nix, dann nehme ich das jetzt so hin und hoffe und bin also deswegen auch jetzt noch zehn Jahre, gehe ich alle halbe Jahre zum Hautarzt zur Nachuntersuchung.
