Katharina Hofmann hat gelernt, ihre Familie in ihre Krankheit einzubeziehen.
Ja, definitiv. Aber ich würde sagen immer ins Positive. Weil wir sind schon immer sehr eng zusammen, wir vier. Und wie gesagt, wir sind auch zusammen ausgewandert und sowas und wir haben uns immer aufeinander verlassen können. Das einzige was jetzt halt war, war zu lernen die eigene Familie nicht so zu schützen. Viele Leute machen das unterbewusst, dass sie dann Dinge bagatellisieren, dass sie Dinge einfach weglassen, weil sie sich Sorgen um ihre Liebsten machen. Zu denken, ich kriege das alleine hin, aber dann nimmt man denen- also das musste ich auch natürlich lernen. Das war auch ein Prozess, wo wir auch alle reinwachsen mussten. Viel Kommunikation. Aber es war halt einfach so: Ich kann kein Verständnis erwarten, wenn die nur die Hälfte wissen. Ich kann keine Unterstützung erwarten, wenn ich es denen nicht sage.
