Katharina Hofmann beschrieb ihr stark verändertes Erscheinungsbild infolge der Krankheit und ihrer Therapien.

Das ist auch tatsächlich so ein bisschen ein wunder Punkt zurzeit bei mir, weil ich einfach seit letztem Sommer über 20 Kilo zugenommen habe mit der Therapie und meine Haare natürlich durch die Gehirnbestrahlung-. Und früher war ich halt mit meinen knappen 60 Kilo, sportlich, lange, blonde Haare, ein ganz anderes Erscheinungsbild. Und das war für mich richtig schlimm. Vor allem jetzt zu merken, dass man eigentlich nichts dafür tun kann. Ich weiß, dass viele, die auch im Anfangsstadium von Krebs sind oder gesund wieder sind, also nicht mehr in Aktivtherapie, dass es denen anders geht. Und ich weiß auch, dass viele die Therapie haben, richtig krass vorlegen. Da habe ich tiefsten Respekt vor. Aber ich merke, dass ich es nicht kann. Ich bin, wie gesagt auch in Physiotherapie, auch in Sporttherapie mit einem Sportzirkel an Geräten und so, aber mein Körper sagt mir oft genug, dass es nicht geht und der sagt mir dann einfach das wirklich, indem ich dann mich wirklich übergeben muss oder Kreislauf-Probleme kriegt. Also er sagt mir: Nö, jetzt nicht mehr und da musste ich oder muss ich immer noch mit kämpfen, um das zu akzeptieren, um zu akzeptieren, ich kann nichts mehr vom Boden aufheben, weil ich sonst umfalle wie so ein Käferchen. Aber man wächst auch damit, weil es ist jetzt einfach so und ich würde jetzt nicht aufhören, Sport zu machen, nur weil ich weiß, ich kann nicht mehr das erreichen, was ich mal erreicht habe. Vielleicht kann ich es in zehn Jahren wieder erreichen, aber man wird ja auch nicht jünger. Es wird immer schwieriger und immer ausdauernder. Und es ist, auch wenn ich ehrlich zu mir selber bin, einfach auch gerade kein Fokus von mir, weil wie gesagt, ich bin sehr stolz auf meinen Körper, was er alles schon gekämpft und geleistet hat und auch aktuell bekämpft. Dass ich jetzt auch zufrieden bin, wie er jetzt ist. Also muss man sich manchmal aktiv sagen, aber ja, es kann ja nicht alles einfach einem zufliegen und alles gut sein. Also es darf auch nicht alles gut sein, es darf auch mal scheiße sein. Und dann am nächsten Tag ist wieder alles gut.