Katharina Hofmann war kurz davor, dass die Nachsorge in größeren Abständen erfolgte, als sie einen Knoten spürte.
Ich hatte dann ganz normal diese fünf Jahre nach der Ersterkrankung. Das heißt, ich bin der schlimmste Albtraum von jeder Statistik. Genau fünf Jahre später hatte ich meine Abschlussuntersuchungen und es war alles in Ordnung. Und ein paar Wochen später habe ich gemerkt mir geht es einfach nicht gut. Ich fühle mich nicht gut. Ich bin nach der Arbeit nach Hause gekommen und man muss dazu sagen, ich war immer sehr sportlich, war im Leistungssport unterwegs. Natürlich habe ich nach der ersten Erkrankung versucht, wieder zurückzugehen, also auch viel mit Ernährung, viel mit Sport. Und ich bin von der Arbeit nach Hause gekommen. Und ich hatte so einen Hunger auf Zucker, dass ich den Zucker aus meiner Zuckerdose gelöffelt habe. Und da war mir dann schon so: okay, hier stimmt was nicht. Und relativ zeitgleich habe ich beim BH zumachen einen Knoten hinten seitlich an meinem Oberkörper gemerkt und habe dann eigentlich sofort den Arzt angerufen und gesagt, da stimmt was nicht. Also das CT ist noch keine vier Wochen alt. Ich so, da stimmt was nicht. Meine Ärzte sind super, haben gesagt machen wir noch eins und auch nicht gleich erst andere Untersuchungen. Nö, wir machen gleich noch ein PET-CT und haben dann die Knoten, die ich gespürt habe - ich habe tatsächlich drei Stück gespürt- mir gleich rausgeschnitten, haben dann gleich ein PET-CT gemacht und ging durchs Tumorboard und alles kam relativ zeitgleich zurück. Also die Gewebeuntersuchung und das Ergebnis vom PET. Und ja, ich habe geleuchtet wie ein Weihnachtsbaum. Ich hatte sieben verschiedene Metastasen-Herde von der rechten Wade bis zum linken Schlüsselbein im Muskelgewebe. Also inoperabel, weil man schneidet ja nicht in so viele Muskeln rein. Ja, war super- War natürlich ein Schock. Vor allem, da es ja nach den Untersuchungen war, die einen als geheilt gemeldet haben. So, die fünf Jahre waren jetzt rum. Was soll der Mist?
