Für Katharina Hofmann waren die Folgen der Immuntherapie lebensbedrohlich.

Es ging schneller, als man mir einen Port setzen hat können, weil meine Blutwerte zu dem Zeitpunkt auch schon nicht mehr ganz so dolle waren und habe dann eine Therapie gekriegt mit diesen Ipilimumab und Nivolumab, also diesen Immuninhibitoren. Angesetzt waren vier Mal, dass man das durchzieht und dann vielleicht eine kurze Pause macht für den Port. Nach dreimal haben wir überlegt, ob wir es überhaupt weitermachen. Weil mein Körper so darauf reagiert hat. Gar nicht dolle, aber die Metastasen waren weg und es war ein wahnsinnig interessanter Prozess, weil ich hatte Metastasen hier am Schlüsselbein und ich konnte genau das spüren, was diese Inhibitoren machen. Die gehen ja in die Krebszelle rein und plustern die auf. Und ich habe das genau gespürt wie die Krebszellen, also wie die Metastasen größer und weicher wurden und dann auf einmal weg waren. War mega interessant. Ja und- Aber leider hat meine Leber ein bisschen aufgegeben. Damals war auch noch nicht- Also es war ein ganz, ganz neues Medikament. Wir hatten auch ein bisschen Probleme mit der Krankenkasse, mit der Bezahlung. Auch da war ich meinen Eltern unfassbar dankbar, weil die gesagt haben sofort rein damit. Egal, sie bezahlen es und die Krankenkasse hat es dann aber im Nachgang übernommen. Aber in Vorkasse mussten trotzdem meine Eltern gehen. Und ja, da kam bei mir auch das erste Mal so ein bisschen Angst und Sorge mit. Gerade weil ich so heftig reagiert habe. Und wie gesagt, die Leber hat keine Lust mehr gehabt. Aber auch meine ganzen Blutwerte sind richtig, also die Hauptblutwerte- Was jetzt zeigt, wie gut das Blut ist, auch bei Voroperation und so alles in den Keller gegangen. Also es war dann echt lebensbedrohlich. Ich habe eine Bluttransfusion gebraucht. Mein Immunsystem wurde komplett ausgeschaltet. Dann eine ordentliche Dosis Cortison rein, weil ich fast ein halbes Jahr gebraucht habe, um das auszuschleichen.