Anfangs wirkte die Diagnose für Katharina Hofmann weniger bedrohlich.
Und dann stand man da auf diesem wunderschönen Podest beim Hautarzt, dieses beleuchtete. Und der Arzt hat dann gleich noch seine ganzen Studenten dazu gerufen, weil das war so ein wunderschönes Vorzeige-Melanom. Also er wusste es eigentlich schon bevor er es operiert hat und wurde dann auch gleich zwei Tage später rausgeschnitten und ich glaube dann ging ein Wochenende drüber. Aber montags oder dienstags hat er dann gleich angerufen, gesagt ich soll vorbeikommen, ich muss die Unterlagen abholen, ich muss ins Krankenhaus hoch zur Hautklinik und dort würde alles Weitere besprochen werden. Aber es handelt sich definitiv um schwarzen Hautkrebs und damals habe ich noch nicht so viel damit anfangen können. Ich war 24, also ich komme zwar aus einer krebsvorbelasteten Familie und bei mir haben alle den Krebs überlebt. Also es war jetzt nicht so, dass Krebs für mich das ultimative Todesurteil war. Vielleicht habe ich es deshalb auch nicht ganz so ernst oder stressig genommen.
