Katharina Hofmann hatte das Gefühl sich häufig für ihre „versteckte“ Behinderung in der Öffentlichkeit rechtfertigen zu müssen.

Und das finde ich zum Beispiel ist manchmal sehr strikt und dass man sich so häufig rechtfertigen muss. Also wie häufig ich mich rechtfertigen muss, wenn ich zum Beispiel auch die Behindertentoilette benutze. Und gerade am Anfang, wie gesagt, aufstehen aus der Hocke ist sehr schwierig und es war gerade wenn die Toiletten eng sind auf Veranstaltungen im Kinosaal oder so, ist es manchmal für mich einfacher auf eine Behindertentoilette zu gehen, wo ich mich festhalten kann, wo ich den Platz habe für den Schritt nach vorne, den ich brauche, um mich auszubalancieren, wenn ich aufstehe und mich dann vor fremden Leuten dafür rechtfertigen zu müssen, ist, finde ich nicht schön.
Und Lebensqualität ist auch so ein bisschen für mich Verständnis von anderen, weil ich einfach finde ja, man kann sagen, mir ist egal, was andere denken und ich gehe so durchs Leben, aber im Endeffekt verletzt es uns trotzdem alle, wenn man dann blöd behandelt wird.