Kerstin Moser war geschockt, als bei ihr Hirnmetastasen diagnostiziert wurden.

Ich war ja dann sehr frohen Mutes, muss ich sagen. Und ich hatte dann zuerst alle drei Monate CT und MRT und dann wurde das auf sechs Monate erhöht und dann bin ich aus dem Urlaub gekommen, auch aus dem Radel-Urlaub. Vier Wochen. Ich war so fit wie ein Turnschuh. Ich war so was weiß ich, das gibt es überhaupt nicht. Und dann kriege ich diese Diagnose, dass ich Metastasen habe im Gehirn, im Körper total viele. Und das war ein Schock für mich. Gut, die haben mich versucht oder haben mich sehr aufgebaut.“ Ja, Sie haben schon mal gut angesprochen“ und ich wusste ja, es gibt dann die Therapie. Wenn man metastasiert ist, gibt es diese zwei Checkpointinhibitoren. Ich wusste, dass es damit mehr Nebenwirkungen gibt, aber gleichzeitig auch, dass es eine Chance gibt. Und ja, da habe ich mich total dran geklammert, weil vor einigen Jahren war beim malignen Melanom, da gab es irgendwie überhaupt nichts, das wäre für mich das Todesurteil gewesen. Oder ich hatte eine Hirnmetastase, wo sie mir gesagt haben, die könnte man bestrahlen, so stereotaktisch mit einem Mal, und dann könnte man die irgendwie wegkriegen, aber es dauert ein bisschen, bis ich den Termin kriege da zur Bestrahlung. Es hat so dreieinhalb Wochen gedauert und in den dreieinhalb Wochen ist diese Hirnmetastase dann so schnell gewachsen, dass das nicht mehr möglich war. Die so zu bestrahlen, wie gedacht. Und da wusste ich, irgendwann dachte ich Wahnsinn, also es steht schon irgendwie: Na, mal schauen, wie sich das entwickelt. Also habe ich die Ärzte gefragt: „Wie, das wird doch ansprechen oder die Bestrahlung oder?“ Dann: „Ja, wir werden sehen.“ Und ich wusste, das musste dringend angesprochen werden.