Kerstin Moser musste aufgrund der Nebenwirkungen Kortison nehmen, was wiederum starke Schlafstörungen verursachte.
Ja, ich hatte natürlich einige Nebenwirkungen gehabt. Ach so, ich hatte mal eine Polymyalgia Rheumatica, das war sehr schmerzhaft gewesen. Das ist so, es ist auch eine typische Nebenwirkung von diesen Checkpointinhibitoren, also auch so immunvermittelt. Vor allen Dingen Morgensteifigkeit irgendwie so und ich bin morgens nicht aus dem Bett gekommen. Ich war ein sehr, sehr sportlicher Mensch, muss ich sagen, und das hätte keiner geglaubt. Ich habe immer gesagt, die 100-jährige, die nicht aus dem Bett kommt. Wahnsinn, wenn ich da nicht so einen Schrank gehabt hätte, um mich hochzuziehen. Das war der Wahnsinn. Also das ja, aber dann durch Bewegung, das tut gut. Ich bin eben ein Bewegungsmensch und ich dachte, wenigstens läuft die Therapie weiter, die wird deswegen nicht abgesetzt und ja, und dann irgendwie ist es auch wieder vorbeigegangen, von daher. Aber das war schon unangenehm. Was noch unangenehm war, das wird ja immer dann als Gegenspieler, wenn man diese Autoimmungeschichten entwickelt unter der Therapie wird sozusagen als Gegenspieler immer Kortison gegeben und ich hatte auch eine Hepatitis gehabt und dann wurde ganz hochdosiert Cortison gegeben und dann kann ich nicht schlafen und das war, das war echt krass. Ich war einmal 24 Stunden wach und dann habe ich angerufen bei meiner Ärztin, habe gesagt, das geht nicht. Dann hat sie mir so was aufgeschrieben, was ich dann genommen habe. Und ich muss fast sagen, diese Schlaflosigkeit, das war beeinträchtigender, als die Schmerzen, muss ich sagen.
