Kerstin Moser fühlte sich durch die fehlende Planungssicherheit sehr eingeschränkt.
Das war so diese Unsicherheit, ob ich ein Ansprechen habe auf die Therapie oder nicht. Dieses „wie geht es mit mir weiter?“ Aber wenn ich kein Ansprechen habe, wusste ich“ Oh, das geht nicht lange gut mit einer Hirnmetastase.“ Das geht relativ schnell, dass man daran verstirbt. Ich habe mittlerweile drei Leute, die daran verstorben sind, die ich kenne. Oder wenn ich ein Ansprechen habe, da gibt es die Studien, dann kann man damit mittlerweile einige Jahre gut leben. Also und dieses ich weiß nicht, wo es hingeht, ich weiß nicht, wie ich es weiter planen kann und dieses Hin und Her. Das war die größte Einschränkung. Die anderen Sachen, da bin ich relativ robust. Okay, dann ist das so, in der Phase. Ich vergesse das dann auch immer, so negative Sachen mit den Schmerzen und mit den Schlafstörungen und so, wenn das dann vorbei ist. Aber ich fand diese Belastung, das war, weil das so krass war, es war jetzt nicht nur: „Ach ja, dann komme ich vielleicht irgendwie noch mal ins Krankenhaus, vier Wochen und danach ist wieder gut.“ Es war irgendwie entweder sterbe ich oder ich lebe weiter und das war schon krass.
