Laura Ullrich erinnern die Narben an eine schwere Zeit.

Also was durch die Erkrankung einerseits passiert ist, ist so ein bisschen, dass ich Vertrauen in meinen Körper verloren habe. Dass er eben nicht in der Lage ist, jede Krankheit einfach auch zu bekämpfen und gleichzeitig in Bezug auf meinen, also jetzt auch in Bezug auf die Narben, die Narben machen mir vom Ästhetischen her gar nichts aus. Also ich finde die überhaupt nicht schlimm. Ich fühle mich auch immer noch wunderschön in meinem Körper und eher sogar noch, also in Bezug auf mein Körperbild habe ich eher das Gefühl, dass ich sogar noch mal mehr heilen konnte. Also ich fühle mich heute wohler in meinem Körper als vor anderthalb Jahren. Ich finde mich schön, ich finde mich attraktiv. Ich habe Spaß, mich zu bewegen, Sport zu machen und bin total dankbar, dass ich jetzt auch dieses Jahr viele von den Dingen nachholen kann, die ich letztes Jahr nicht machen konnte. Vor allem auch, was Bergsteigen und Wanderungen und so Kram angeht. Also mein Problem mit den Narben ist eigentlich eher, dass sie eine stetige Erinnerung an das Zeug vom letzten Jahr sind. Ich finde die- optisch finde ich sie nicht schlimm, aber ich merke, dass ist auch teilweise ein Therapieziel tatsächlich die Narben anfassen und sehen zu können, ohne in Tränen auszubrechen. Die sind einfach eine stetige Erinnerung an Situationen, die nicht schön waren. Aber rein optisch stören sie mich gar nicht.