Laura Ullrich hat es geholfen, über ihre Erkrankung zu schreiben.

Darüber habe ich unter anderem auch eine Malgruppe gegründet, die kommen heute Abend, weil ich wie gesagt, über die Maltherapie letztes Jahr zum Malen gekommen bin. Davor habe ich jahrelang gar nicht gemalt, sondern immer nur geschrieben, also Schreiben war immer mein kreatives Outlet. Das habe ich auch durch die komplette Erkrankung ganz früh gemacht habe. Also ich schreibe seit vielen Jahren einen Blog über polyamore Beziehungsstrukturen und habe dann während der Krebsphase einen zweiten Blog angefangen, wo ich über den Krebs geredet habe. Vor allem auch über die Themen der Krebserkrankung mit denen, die echt belastend sind für die Leute, die nicht die Erkrankung haben. Man denkt ja dann plötzlich über das Sterben nach und man denkt darüber nach, dass es eine Option ist, dass man eventuell nicht mehr da ist irgendwann. Und da hatte ich irgendwann die Idee, naja, ich schreibe seit so vielen Jahren, ich könnte ja darüber eigentlich auch einfach schreiben, aber es passt nicht auf diesen Polyamorie Blog drauf. Und deswegen habe ich dann den zweiten Blog, nein, das ist mein dritter Block, gestartet. Und genau wie ich es bei allen meinen Blogs mache, das wirklich als Hobby für mich definiert. Das heißt, ich schreibe auch nur dann, wenn ich Bock habe, also ohne Druck. Und darüber hinaus schreibe ich aber auch viel Tagebuch, wenn mir Dinge durch den Kopf gehen, wo ich das Gefühl habe, das will ich jetzt nicht publizieren. Das gibt es ja auch oder mache auch gerne so Braindumps, wo ich einfach ein Worddokument aufmache und einfach alles runterschreibe, was mir durch den Kopf geht, für 15 Minuten oder so. Ja, das hat mir immer sehr geholfen.