Laura Ullrich genießt es, sich beim Malen mit anderen erkrankten nebenbei ungezwungen auszutauschen.

Ja, genau, also Maltherapie. Und da ist mir aber aufgefallen, dass dieses Malen mir explizit dann noch mal mehr Spaß macht, wenn ich mit Menschen zusammen machen kann und so wie ich glaube, das geht vielen Leuten beim Sport so, dass wenn sie sich mit jemandem verabreden zum Sport, dann machen sie es öfter. Und da kam mir die Idee ich frag mal in [Selbsthilfegruppe] in der WhatsApp Gruppe nach, ob es nicht ein paar Leute gibt, die auch gerne malen, wo man eine separate WhatsApp Gruppe gründen könnte, um sich in regelmäßigen Abständen zum Malen zu treffen. Und da haben sich dann fünf Frauen gemeldet und da kümmere ich mich so ein bisschen um die Terminkoordination. Ich habe unten im Keller ein Atelier und das hat [Ehemann] mir damals nämlich eingerichtet, haben wir einen großen Kellerraum gehabt, den wir für nichts genutzt haben. Das ist jetzt- steht voller Kunstsachen und da hat es auch Platz für, ich würde mal sagen, bis zu vier Personen, die gleichzeitig arbeiten und die kommen jetzt heute Abend zum ersten Mal. Vor allem ist es beim Malen ja auch so, es ist eine Tätigkeit, wo ich auch Zeit zusammen verbringen kann, ohne den Druck zu haben, reden zu müssen. Es kann auch jeder einfach vor sich hin arbeiten. Aber es ist gleichzeitig auch eine Tätigkeit, wo ich super nebenher quatschen kann, wenn ich das will. Also mir hat es schon echt geholfen, auch im Austausch mit anderen Krebserkrankten zu sein und deswegen glaube ich, würde mir das guttun.