Laura Ullrich hatte mehrfach starke Reaktionen auf die Immuntherapie, die stationär behandelt werden mussten.
Und das Problem war dann so ein bisschen, dass meine Ärzte natürlich sofort empfohlen haben, wir machen noch mal eine Immuntherapie, wir probieren das noch mal. Das Ding war nur, ich habe ja gerade noch hochdosiertes Kortison wegen der Herzmuskelentzündung genommen und musste ja runter auf ein niedrigeres Kortison-Niveau, um überhaupt eine Immuntherapie machen zu können. Das heißt, wir haben dann noch mal einige Wochen auch abwarten müssen, bis ich nach und nach schrittweise das Kortison verringern konnte und deswegen hatte ich dann Anfang Juli den ersten Zyklus Ipi-Nivo. Das war dann die zweite Immuntherapie, die ich gestartet habe und habe innerhalb von zehn Tagen ganz krasse Nebenwirkungen gehabt. Wir haben dann den Notwagen sogar rufen müssen, weil ich Symptome hatte, die eigentlich so auf den ersten Blick so Richtung Schlaganfall oder sowas gingen. Die haben mich dann nach [Stadt 77] ins Krankenhaus gebracht. Da war ich dann erst auf der Chest-Pain-Unit ein paar Tage, bis sie dann rausgefunden haben mit meinem Herz ist alles fein, daran liegt es nicht. Es ist etwas Neurologisches und dann stand die Vermutung, dass es eine Enzephalitis oder Meningitis sein könnte, relativ schnell im Raum. Was auch erklärt hätte, warum ich Kopfschmerzen des Todes hatte, richtig schlimm. Wirklich mit Kopfschmerzen, die man einfach nicht mehr haben möchte. Also ich habe dann relativ früh gesagt, ich möchte gerne nach [Stadt 75] verlegt werden, weil meine Ärzte ja auch in [Stadt 75] sind. Das hat dann auch wieder Zeit gedauert. Aber insgesamt war ich quasi über [Stadt 77]und [Stadt 75] fast drei Wochen stationär im Krankenhaus. Es hat ewig gedauert, bis die rausgefunden haben, was es denn letztendlich ist. Weil bei einer Enzephalitis geht man natürlich erstmal davon aus, dass das irgendwie viral bedingt ist oder bakteriell bedingt ist. Das heißt, die machen sehr, sehr viele Tests, entnehmen Liquor aus der Wirbelsäule, um halt zu gucken, was da drin ist und es hat sehr, sehr lange gedauert, bis alle diese Tests da waren und rauskam, das ist alles clean. Das heißt, in meinem Fall ist es zu 100 % autoimmunbedingt, kommt von der Immuntherapie und dann erst wussten sie halt auch, wie man das therapieren muss. Das heißt, auch in dem Fall kriegt man dann wieder Kortison sehr hoch dosiert. Da habe ich dann drei oder vier 500 Milligramm Stöße im Krankenhaus noch bekommen und danach dann eben in Tablettenform daheim. Und in der Phase ging es mir gar nicht gut, weil einerseits hatte ich natürlich krasse Schmerzen, aber in der Phase habe ich im Krankenhaus einen absoluten Kontrollverlust erlebt.
