Martina Wenzel sah aufgrund der Einschränkungen und Folgen im Alltag die Notwendigkeit, ihren Krebs zu kommunizieren.

Also ich habe es jetzt nicht, glaube ich, kein Schild vor mir hergetragen. Aber ich habe es schon gesagt, dass ich eingeschränkt bin. Ja, musste ich auch sagen, weil ich eine Zeit lang eben auch wirklich eingeschränkt war. Also ich konnte nicht so-. Ich konnte beispielsweise eine Zeit lang, als ich die Interferon Therapie hatte und auch als ich diesen Befund Hypophyseninsuffizienz noch nicht durch war, da konnte ich es nicht ertragen, wenn mehr als zwei drei Personen im Raum waren. Also es hat mich völlig überfordert. Ich brauchte nicht auf feiern gehen, weil es ging einfach nicht, ich bin da so fahrig geworden, hatte irgendwie so– ja mir konnte dann ein Glas aus der Hand fallen oder ich fühlte mich so überfordert und sofort müde und schlapp. Und dann habe ich das gemieden. Also das musste ich dann schon auch sagen. Also so mit zwei Freunden treffen war okay, aber jetzt auf Partys gehen oder so zu größeren Geburtstagen, das brauchte ich nicht. Selbst Weihnachtsfeiern in der Familie waren Stress. Dass ich dann lieber mit dem Hund– den ganzen Tag mit dem Hund gegangen bin. Also ich war ja zum Glück nicht lang, aber das ja, also das musste ich dann ja schon kommunizieren: Warum? Ob das auf der anderen Seite immer angekommen ist, weiß ich nicht. Aber heute ist es so, dass es alle akzeptieren.