Martina Wenzel bedeutet es viel, Wissen weiterzutragen.

Und der Wissensaustausch, den finde ich- genau den finde ich auch noch sehr wichtig. Also ich bin in einer Selbsthilfegruppe gelandet, die lange Zeit von einer Dame geleitet wurde, die immer schon auch auf internationale Kongresse gegangen ist, auf Ärztekongresse gegangen ist. Jetzt wird sie wieder von einer Dame geleitet, die das auch tut. Ich tue es mittlerweile auch. Und das Wissen ist noch mal anders. Und der Umgang mit den Ärzten ist auch faszinierend. Die Ärzte sind viel nahbarer auf solchen Kongressen. Man hat den Eindruck, sie hören uns zu. Und ich habe es in der Klinik auch erlebt. Aber manchmal hört man ja so, dass die Patienten denken, ihnen wird nicht zugehört. Und das ist da– Ist da anders. Ja, und es versorgt mich einfach mit aktuellem Wissen. Und das ist ja gerade in diesen Therapien, die so schnelllebig sind oder sich so rasant entwickelt haben, für alle Seiten wichtig. Also das Wissen, also auch zu wissen, wie viel die Ärzte da in ihr Hirn stopfen müssen und ganz schnell lernen müssen, damit sie auch mit den Nebenwirkungen umgehen können. Das ist zum Beispiel so ein Steckenpferd von mir, dann genau zu diesen Vorträgen zu gehen, wo es um die Nebenwirkungen geht, wo es um Langzeitüberleben geht. Also wie kann ich den Menschen auch das überleben, also wenn sie dann länger raus sind aus diesen Therapien. Aber was kann dann danach noch auftauchen? Das ist ja– Sich damit zu beschäftigen und dass die Ärzte das tun, finde ich hochanrechnenswert. Und ja, letztendlich lernen sie da auch wieder von uns und ich sehe, dass sie das auch wollen und das gibt mir eine unheimliche Sicherheit. Ja, also das ist auch was, was ich an der Selbsthilfe schätze, dass man das tun kann. Wenn man es möchte, kann man sich da engagieren und versuchen, dieses Wissen weiterzutragen. Aber viele brauchen es gar nicht. Es gibt eben auch viele Menschen, die brauchen das nicht.