Monika Bender hat in regelmäßigen Abständen Metastasen.
Ja, man muss ja immer dazu sagen, das ist jetzt vor sieben Jahren gewesen. Bei mir ist es immer so, ich habe ein Jahr Immuntherapie und dann habe ich ein Jahr Ruhe, dann ist nichts. Und dann habe ich wieder irgendwo eine Metastase festgestellt. Also dadurch, dass ich auch OP- Schwester hinterher in der Hautklinik war, war ich so ein bisschen sensibilisiert, wie so etwas aussehen könnte. Und ja, ich habe schon immer so ein bisschen selber auch die Haut untersucht an der Stelle, wo der Primärtumor saß und habe dann nach einem Jahr immer so linsengroß ungefähr, also sehr klein, unter der Haut tastbar, so eine Metastase gefunden. Die wurde dann rausgenommen. Es stellte sich dann histologisch heraus, es ist eine. Und dann habe ich wieder mit der Immuntherapie angefangen. Das ist eigentlich vier Mal passiert. Also ich habe insgesamt vier Immuntherapien bekommen mit unterschiedlichen Mitteln. Also die erste, das erste Jahr war Nivolumab und dann habe ich dreimal Pembrolizumab bekommen und schon bei der dritten, beim dritten Turnus mit Pembrolizumab war die Lunge zwischendurch mal ein bisschen auffällig, dass sich im CT da was abzeichnete, was sich aber hinterher wieder gebessert hat. Aber es war dann so, dass ich das dritte Jahr, die dritte Immuntherapie mit Pembrolizumab abgeschlossen hatte und circa sechs Monate später, hatte ich auf einmal so einen Husten irgendwie. Das steigerte sich, also ich wurde richtig krank und bin dann beim Hausarzt gewesen und habe überhaupt keinen Zusammenhang mit dieser Immuntherapie gesehen und es wurde ein Röntgenbild gemacht und dann stellte sich heraus, dass ich eine Lungenentzündung hatte. Und dann habe ich gedacht, ich muss mich mal beim Hauttumorzentrum melden und ja, letztendlich war es auch wieder eine Nebenwirkung des Pembrolizumab . Und ja, da war ich schon richtig krank und habe dann sechs Monate Kortison nehmen müssen, weil die Antibiose dann ja nicht hilft. Und dann war auch schon fast wieder Zeit für die nächste Metastase, so dass ich dann das vierte Mal Pembrolizumab bekommen habe. Da habe ich drei Gaben von bekommen und dann musste es abgebrochen werden, weil die Lunge halt wieder drauf reagierte, so dass für mich jetzt einfach es so ist, dass ich die Immuntherapie nicht mehr vertrage, weil die Lungennebenwirkungen doch zu schwerwiegend sind. Das war im letzten Jahr im September. Dann habe ich wieder Kortison genommen über ein halbes Jahr und hatte während dieser ganzen Situation eine Therapiepause oder wie man so schön sagt „watch and wait“. Was natürlich auch ziemlich unangenehm ist, weil man so immer denkt, da muss doch jetzt wieder was passieren und wann treten die nächsten Metastasen auf? Und das ist eigentlich auch passiert. Anfang Januar habe ich die nächsten beiden gemerkt, die sind dann rausgeschnitten worden und dann kamen noch fünf weitere und das ist jetzt Stand der Dinge aktuell. Also in der letzten Woche habe ich, die sind alle hier so am Arm, weil man kann ja nicht immer schneiden, dann sieht man hinterher aus wie, weiß ich nicht. Da gibt es so eine Methode, nennt sich T-Vec, da werden die Metastasen mit einem Herpesvirus, ein Virus-Onkolytikum unterspritzt. Das kann bis zu einem halben Jahr alle zwei Wochen durchgeführt werden und dadurch bilden sich diese Metastasen zurück. Es geht aber nur, wenn man subkutane Metastasen hat oder Hautmetastasen. Also bei Organmetastasen oder sowas würde das nicht gehen. Ja, das ist jetzt eine Woche her, da habe ich letzte Woche ein bisschen drunter gelitten, weil man wirklich wie so eine schwere Impfreaktion bekommt. Also ich war zwei Tage ziemlich krank und die Stellen sind ganz dick und rot geworden und sind immer noch ganz hart, aber auszuhalten.
