Monika Bender gibt es Rückhalt, dass sie in der Selbsthilfegruppe Themen intensiver besprechen kann, wenn sie ihre Familie nicht überfordern möchte.

Ja, also ich bin da relativ schnell gelandet, weil wie gesagt, ich muss darüber reden. Es ist ja immer so, dass eigentlich die Familie- man will die ein bisschen außen vorhalten. Man will sie nicht mit allem Möglichen belasten, was einem vielleicht so auf dem Herzen liegt. Das habe ich auch so gemerkt, zum Beispiel immer, wenn ich irgendwas hatte, gemerkt habe, oje, da ist wieder irgendwas habe ich das gar nicht sofort gesagt, sondern erst dann, wenn es wirklich spruchreif war. Wenn ich gesagt habe: „Du, ich muss heute da hin, ich glaube, ich habe da wieder eine Stelle.“ Aber diese Woche oder zwei Wochen vorher, die habe ich immer für mich behalten, weil ich das gehasst habe, das Gesicht des anderen zu sehen und diese Sorge, das mag ich überhaupt nicht. Und ich glaube, so geht es auch ganz vielen Leuten. Und dass man einfach in der Selbsthilfegruppe alles bereden kann, alles fragen kann und das auch öfter. Also im Umfeld ist dieses Thema ja dann irgendwann auch, ist es ja durch, dann denke ich, ist der Gegenüber auch genervt von diesem ständigen über Krankheit reden und in der Selbsthilfe kann man das eigentlich ausleben und deswegen bin ich da relativ zügig auch drangekommen. Also ich war glaube ich, August, ist es rausgeschnitten worden, im September oder Oktober, das erste Mal schon in der Selbsthilfegruppe. Und ja, es fing damals nicht ganz so schön an, weil da jemand ganz schwer erkrankt war, der letztendlich auch verstorben ist. Und dann ist natürlich immer so, das ist die Gefahr in der Selbsthilfegruppe, dass man natürlich auch Krankheitsverläufe sieht, die nicht so schön sind. Dessen muss man sich bewusst sein und da muss man schon anfangs ein bisschen stark sein, auch bis man dann über diesen Punkt hinweg ist und merkt, dass man da auch von zehrt, dass es einem was bringt.