Monika Bender findet es wichtig, als Patientin selbst über ihre Krankheit informiert zu sein.

Also ich finde, als Patient muss man einfach über seine Krankengeschichte informiert sein. Das ist total wichtig. Ich bin zum Beispiel zu den Infusionen gekommen, wo dann manchmal Menschen saßen, die sagten, wo ich dann gefragt habe: „Und was kriegen Sie heute?“ Und dann sitzt da jemand und sagt: „Och, das weiß ich nicht, ich komme hier hin, dann kriege ich das, und dann gehe ich wieder nach Hause.“ Von nichts eine Ahnung und ich finde immer, dass man sehr wohl sich auch um seine eigene Krankheit kümmern muss, dass man sortiert ist, dass man seine Termine im Kopf hat, seine Medikamente, dass man weiß, warum und wieso muss ich das jetzt nehmen und nicht das andere, dass man weiß, welche Therapien man bekommt und welche man schon hatte. Ja, das ist mühselig, weil man ja im Arztgespräch sowas manchmal einfach auch erzählen muss, beziehungsweise auch darauf hinweisen muss, dass da vielleicht schon was gelaufen ist, wovon der Arzt keine Ahnung hat. Aber das finde ich einfach total wichtig, dass der Patient auch mitarbeitet und nicht nur denkt, ich lasse da jetzt mit mir machen und was die da machen, ist mir völlig egal.