Sebastian Mertens ist froh, dass er die OP trotz Zweifel gemacht hat.
Und irgendwie sagte mir mein inneres Gefühl, sagte mir Hey, komm, mach das nicht, das ist dein Gesicht. Da bleibt dann eine Riesen Narbe. Und dann war es nichts. Und dann bist du enttäuscht und genervt, weil du doch eine Narbe hast, dann wieder die andere aufreißt. Und das war ein Gedanke. Aber dann war ich dann im OP-Raum und dann habe ich aber gedacht: okay, jetzt hast du einen Termin vereinbart. Erinnere dich daran, wie genervt du bist, wenn deine Patienten deine OP absagen. Und dann war es eigentlich eher der ärztliche Kodex oder irgendein Bauchgefühl sagt: Jetzt mach es einfach. Weil die auch da gezeichnet hatte. Das war so eine Mischung aus mehreren Dingen. Und da habe ich es gemerkt. Und wie gesagt, im ersten Moment war ich dann genervt. Und dann, als die Diagnose telefonisch kam, war ich zwar erstmal geschockt, aber dann auch wiederum happy, dass mich dieses Bauchgefühl getragen hat, es doch zu tun. Das war in der Retrospektive dann doch gut. Die Entscheidung, es operieren zu lassen.
