Thomas Kellner betonte, dass Ärzt*innen durch Ehrlichkeit und Zuwendung dazu beitragen, dass Erkrankte sich an der Behandlungsentscheidung beteiligen können.

Empathie, Zuwendung, Ehrlichkeit ist glaube ich wichtig an der Stelle. Und einfach für jemanden da sein und sich auch die Zeit nehmen, Dinge richtig zu erklären und Verantwortung zu übernehmen an so einer Stelle. Also ich habe da eine sehr positive Erfahrung mit meinem Hautarzt gemacht. Ich kenne auch andere Geschichten von Patienten, wo der Arzt für den Tumor zuständig ist, aber nicht für den Menschen, der den Tumor hat. Und dass das ist, glaube ich, nicht förderlich. Also man muss irgendwie das Gefühl haben, da übernimmt jemand Verantwortung, ist da, hört zu, ist empathisch, erklärt einem die Dinge auch. Dann kann man ganz anders Entscheidungen treffen und kann auch irgendwie dann für sich selber einen Sinn aus der ganzen Sache gestalten und eine Strategie entwickeln. Aber das braucht Zeit. Während Alarmismus und Panik und Ausnahmezustände und dann fehlende Betreuung und Gespräche, ist glaube ich ganz schlecht.